Sardev – Der Schatten des Friedens

Artikel vom 08. Februar 2010
Sardev – Der Schatten des Friedens

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Klaus N. Frick dürfte den meisten als Erfinder und Verfasser der Geschichten um den Kleinstadtpunker Peter Pank bekannt sein.

Die erscheinen regelmäßig im „Ox-Magazin“ und füllen inzwischen zwei Bücher („Vielen Dank, Peter Pank“ und „Chaos en France – Peter Pank in Avignon“). Jetzt aber fliegen statt Bierdosen die Fetzen, und zwar menschliche, denn mit „Sardev – Der Schatten des Friedens“, hat sich Science-Fiction-Fan Frick nun erstmals ins Fantasy-Genre vorgewagt.

Frick hält sich dabei nicht mit der Entwicklung etwa von Multiversen oder komplizierten Magie-Konzepten auf, sondern geht einen Weg, den schon die Erfinder des Spaghetti-Westerns, Sergio Leone mit „Für eine Hand voll Dollar“ und Sergio Corbucci mit „Django“, oder später Ridley Scott mit „Alien“ oder „Bladerunner“ erfolgreich beschritten: Seine Hauptfigur ist kein Held, sondern ein einsamer Verlierer, ein Ausgestoßener, der einen blutigen Job zu erledigen hat – hier ist es Sardevs Rache an dem Verräter Schorrn -, dessen Erfüllung ihm aber keinen Frieden bringen wird.

Denn für einen professionellen Partisan, einen Freischärler wie diesen Sardev, bedeutet das Ende des Kampfes eben nicht verdiente Ruhe, sondern Abstieg in die Beschäftigungs-, ja Bedeutungslosigkeit – so erklärt sich auch der widersprüchlich anmutende Titel. Ein kleines, gradlinig geschriebenes, spannendes, manchmal brutales Buch. Eher geeignet für Freunde des ehrwürdigen Robert E. Howard, als für Freundinnen von Stephenie Meyer. -mex

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