4. Marottinale

Bühne & Klassik // Artikel vom 10.03.2009

Die große Welt am Faden, mit Stäben oder mit allen denkbaren Formen von Figuren und Puppen bietet das Festival des auch in der Region weithin bekannten Karlsruher Marotte-Figurentheaters.

Wie es sich für das Theater gehört, wird das Spektrum des Daseins in allen denkbaren Variationen auf die Bühne gestellt; schließlich bietet Puppen- und Figurenspiel unzählige Möglichkeiten der Darstellung. Und den Verwandlungsmöglichkeiten der Akteure sind keine Grenzen gesetzt. Spieler und Ensembles sind nicht nur Unikate, sie bieten auch das gesamte denk- und fühlbare Universum. Und wer tiefer schaut, trifft dabei auf das eine oder andere Unikum...

Das Festival-Programm beinhaltet einmal mehr etwas für jedes Alter und für jeden Geschmack (selbstverständlich auch für jeden gebeutelten Beutel). Zur Eröffnung bietet das Felgentreu-Grünmeffert-Theater aus Potsdam-Babelsberg Perlen der deutschen Klassik auf völlig neuem Niveau. Eben anders. Aber so, dass jedermann sie versteht. Schiller und Wolf melodramatisch, aber nach allen Regeln der Vortragskunst (12.3., 20 Uhr).

Spannende Abenteuer mit Gespenstern und Trollen erleben „Locci und Katinka“ (Theater Lasch und Bleyl, Potsdam), aber mit Musike (13.3., 10 Uhr). Wer bekommt die Geschichte vom Rumpelstilzchen noch auf die Reihe? Stroh oder Gold? Gier oder Liebe? Oder gar Gier nach Liebe? Das Berliner/Erfurter Theater Urknall kennt die Lösung (13.3., 17 und 21 Uhr), allerdings eher als Cernes „xy-ungelöst-Fall“. Dazu gibt es Klassiker wie die „Muschellauscherin“ (14.3., 15 Uhr), den Froschkönig (So, 15.3., 11 Uhr) und Rotkäppchen (15.3., 15 Uhr).

Absoluter Höhepunkt ist „Über den Klee“ oder „Der Knochen in meinem Kopf“ mit den Handpuppen, die Paul Klee vor knapp 90 Jahren für seinen Sohn Felix entwarf und baute (14.3., 20 Uhr); das Stück hat nicht nur biografische Züge, sondern vermittelt auch viel von Witz und Humor des außergewöhnlichen Malers. Das Festival endet mit der marotte-Produktion von Shakespeares „Romeo und Julia“ (15.3., 19 Uhr). -hs

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