41. Händel-Festspiele

Bühne & Klassik // Artikel vom 16.02.2018

Layla Claire (Foto: Lisa Marie Mazzucco)

Mit der Neuinszenierung von „Alcina“ besinnen sich die „Händel-Festspiele“ auf ihre Wurzeln.

1978 gehörte Georg Friedrich Händels Zauberoper zum Programm der zweiten Händel-Tage überhaupt. Aus den „Tagen“ sind mittlerweile „Festspiele“ geworden, die nicht nur Händels Schaffen, sondern die Barockmusik überhaupt pflegen und feiern. Die Titelrolle der „Alcina“ verkörpert die kanadische Sopranistin Layla Claire, der australische Countertenor David Hansen wird zu ihrem Liebhaber Ruggiero.

Händel erzählt die tragische Geschichte der Magierin, die alle langweiligen Liebhaber in Pflanzen und Tiere verwandelt, auf opulente Weise (Fr, 16.2., 19 Uhr; So, 18.2., 15 Uhr; Mi, 21.2.; Sa, 24.2.; Di, 27.2., jeweils 19 Uhr, Badisches Staatstheater, Großes Haus). Als zweite Oper kehrt „Semele“, Floris Vissers Inszenierung von 2017, zu den Festspielen zurück, besetzt u.a. mit Anna Devin, Randall Bills und Katharine Tier (Fr, 23.2., 19 Uhr; So, 25.2., 15 Uhr; Mi, 28.2., 19 Uhr, Großes Haus).

Fester Bestandteil des Festivals sind die Deutschen Händel-Solisten, die im Festkonzert unter der Leitung von Rinaldo Alessandrini Werke von Muffat, Corelli, Geminiani und Händel aufführen (Do, 22.2., 19 Uhr, Großes Haus) und ein zusätzliches Kammerkonzert mit dem Titel „Eros und Thanatos“ geben (Mo, 26.2., 20 Uhr, Kleines Haus). 2015 und 2016 sang Valer Sabadus den Teseo, nun bekommt er seinen eigenen Arienabend, der sich ganz um die Liebe dreht, in Musik gefasst von Händel, Porpora und Vivaldi (Sa, 17.2., 19 Uhr, Großes Haus).

„Händel-Festspiele“ in der Christuskirche und Ev. Stadtkirche

Die dreiteilige Reihe „Abendsterne“ gibt internationalen Gästen und Karlsruher Künstlern eine Bühne, so der Mezzosopranistin Tuva Semmingsen (Mo, 19.2., 19.30 Uhr, Christuskirche), dem Karlsruher Barockorchester mitsamt CoroPiccolo (So, 25.2., 20 Uhr, Ev. Stadtkirche) und dem Geiger Stefano Montanari (Do, 1.3., 19.30 Uhr, Christuskirche). Mit der Händel-Gala, für die Countertenor Franco Fagioli und das Ensemble Il pomo d'oro ein lupenreines Händel-Programm ausgearbeitet haben, gehen die Festspiele zu Ende (Fr, 2.3., 19 Uhr, Großes Haus).

Neu bei den 41. „Händel-Festspielen“ ist die Reihe „Abendsterne“, die von internationalen Stars wie lokalen Größen gestaltet wird. Die norwegische Mezzosopranistin Tuva Semmingsen gräbt mit dem Barockgeiger Peter Spissky und seinem Ensemble unbekannte Arien von Vivaldi aus (Mo, 19.2., 19.30 Uhr, Christuskirche).

Das Karlsruher Barockorchester und der Coro Piccolo Karlsruhe, geleitet von Christian-Markus Raiser, treffen auf ein internationales Solisten-Trio: Marcel Raschke (Deutschland), Margo Arsane (Frankreich) und Cameron Shahbazi (Iran/USA) singen Oden und Hymnen für britische Königinnen aus Händels Feder (So, 25.2., 20 Uhr, Ev. Stadtkirche). Der Geiger Stefano Montanari besticht durch sein Talent zur Improvisation, das er mit kluger Interpretation der Musik von Bach, Biber und Matteis verbindet (Do, 1.3., 19.30 Uhr, Christuskirche). -fd

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