45. Internationale Händel-Festspiele

Bühne & Klassik // Artikel vom 17.02.2023

Yuriy Mynenko (Foto: Parnassus Arts Productions)

Opulente Operninszenierungen, internationale Stars und Konzerte mit renommierten BarockspezialistInnen.

Dafür stehen die „Internationalen Händel-Festspiele Karlsruhe“. Im Zentrum jeder Festivalausgabe steht die Neu-Inszenierung einer Händel-Oper. 2023 ist es „Ottone, Re di Germania“, uraufgeführt vor 300 Jahren in London. Die Oper basiert auf einem historischen Stoff rund um den römisch-deutschen Thronfolger Otto II. und zählt zu Händels größten Erfolgen bei Lebzeiten – nicht zuletzt durch ihre eingängigen Melodien und „Favourite Songs“. Die Titelrolle bekleidet der ukrainische Countertenor Yuriy Mynenko. Carlo Ipata debütiert als Dirigent in Karlsruhe und Carlos Wagner inszeniert.

Karten gibt es (Stand Mitte Januar) noch für die Aufführungen am So, 19.2. (15 Uhr), Mi, 1.3. und Fr, 3.3. (19 Uhr, Staatstheater). Mit ihrer 45. Ausgabe schweift der Blick der Festspiele auch auf die Musik von Händels Zeitgenossen: Das Festkonzert der Deutschen Händel-Solisten etwa versammelt ein wahres All-Star-Line-up der Barockmusik, von Händel und Vivaldi über Corelli und Steffani bis zu Purcell und Telemann mit seiner Suite „Hamburger Ebb und Flut“ (Fr, 24.2., 19 Uhr).

Auf den Aufenthalt des jungen Händel in Rom ab 1706 blickt das Kammerkonzert der Händel-Solisten. In der italienischen Hauptstadt fand der Komponist musikalische Inspiration und fundiertes Feedback von anderen Komponisten (Mo, 20.2., 19.30 Uhr, Staatstheater). Wenig später begann Händels Zeit in London, damals wie heute ein Musikhotspot in Europa.

Auch viele Nichtbriten wagten den Schritt auf die Insel, um dort ihre Karriere anzuschieben. Von diesen „Aliens in London“ und ihrer Musik handelt das Konzert mit dem Brüsseler Ensemble Les Abbagliati und Stücken von Bononcini, d’Astorga, Lecclair und Händel himself (Mi, 22.2., 20 Uhr, Christuskirche). Weitere Highlights sind die Wiederaufnahme der Oper „Hercules“ mit Regisseur Floris Visser (Do, 23.2., 19 Uhr; Sa, 25.2., 18 Uhr; Mo, 27.2., 19 Uhr) und das Oratorium „La Resurrezione“ aus Händels Frühwerk (So, 26.2., 20 Uhr). -fd

17.2.-2.3., Staatstheater, Christuskirche & Ev. Stadtkirche, Karlsruhe, kompl. Programm:
staatstheater.karlsruhe.de

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