5. Tanzbiennale Heidelberg

Bühne & Klassik // Artikel vom 27.01.2023

Hope Hunt And The Ascension Into Lazarus (Foto: Sinje Hasheider)

Die fünfte „Tanzbiennale Heidelberg“, eine Kooperation der Tanzallianz von Theater und Orchester Heidelberg und dem Unterwegs Theater, präsentiert vom 27.1. bis 5.2. satte 26 Produktionen mit Stücken aus Irland, Spanien, Frankreich, den Niederlanden, der Ukraine und Deutschland.

Eröffnet wird das Festival am Fr, 27.1. mit dem Stück „Hope Hunt And The Ascension Into Lazarus“ der irischen Choreografin und Tänzerin Oona Doherty, das sich an der Grenze des physischen Theaters, der sozialen Proklamation und des Tanzes bewegt. Am Sa, 28.1. zeigt Meg Stuart mit ihrer Kompanie Damaged Goods „Violet“, Doherty am Do, 2.2. mit „Navy Blue“ ein weiteres Stück zum Thema Krise und Erlösung nach Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 2.

Der Mo, 30.1. steht im Zeichen des spanischen Tanzes. Die Kompagnie Otra Danza präsentiert ein immersives Erlebnis aus Skulptur, Licht, Sound, Installation und Choreografie (Heiliggeist-Kirche); im Marguerre-Saal bringen die größten Tanztheater Spaniens – das Teatros del Canal in Madrid und das Mercat de les Flors in Barcelona – als Koproduktion „Gran Bolero“ sprich Ravel auf die Bühne. Am Di+Mi, 31.1.+1.2. spürt Silvia Gribaudi den normativen Regeln im Tanz nach.

Am 31.1. gastiert die berühmte Choreografin Maguy Marin, ihr Beckett-inspiriertes „May B“ von 1981 ist ein Klassiker der Moderne und das meistgespielte Stück Frankreichs (Hebel-Halle). Auch Erstaufführungen sind im Programm: Am 1.2. „Orthopedica Corporatio“ der spanischen Choreografin Marina Mascarell, am Fr, 3.2. „Al fondo riela (Lo Otro del Uno)“ der Flamenco-inspirierten Choreografin Rocío Molina sowie Renan Martins Choreografie „Viaduto“: Der in Heidelberg lebende brasilianische Choreograf und Tänzer, auch als DJ Bamboo bekannt, untersucht am 4.2. mit dem Musiker Frankão, ob eine Party als Instrument des politischen Widerstands und als Praxis der Kollektivität taugt. Eine Tanzgala bildet am So, 5.2. den Abschluss des Festivals. Part I beginnt um 17.30 Uhr in der Hebel-Halle, ab 19 Uhr folgt das Finale im Marguerre-Saal. -rw

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