Ausblick: Kammertheater

Bühne & Klassik // Artikel vom 29.08.2016

Kammertheater

Musikalisch und cineastisch wird sie, die neue Spielzeit am Karlsruher Kammertheater.

Und so manch bekanntes Gesicht bringt sie mit. Somit setzt Intendant Ingmar Otto fort, was er in den letzten Jahren als Intendant für das Profil des Hauses getan hat. Unter den sechs Premieren 2016/17 sind zwei Filmadaptionen und gleich drei Musicals, wobei auch schon die erste Kino-Bearbeitung vor Songs nur so strotzt: „Der blaue Engel“ basiert auf Josef von Sternbergs Streifen von 1930 und machte einst Marlene Dietrich berühmt. Nathalie Parsa schlüpft nun auf der Bühne in ihre Rolle bzw. in die der Tingel-Tangel-Tänzerin Lola mit ihren lasziven Songs („Nimm dich in Acht vor blonden Frau’n“, Premiere: 8.10.).

Fetzig und festlich stimmt „Schöne Bescherung!“ ab dem 26.11. auf die Vorweihnachtszeit ein, wenn Ingmar Otto eine weihnachtliche Broadway-Revue inszeniert. Wenig später öffnet „Der kleine Horrorladen“, in dem ein Monster im Blumentopf gedeiht: Das Rockmusical lag in der Gunst der Zuschauer beim Stücke-Voting 2015 weit vorne und wird nun endlich umgesetzt (Premiere: 10.12.). Ins neue Jahr startet das Kammertheater mit „Rubbeldiekatz“. Einst mit Matthias Schweighöfer auf der Leinwand, gibt nun Jan van Weyde den Hollywood-Neuling Alex, der eine Frau spielen soll und dies so realistisch tut, dass sich sein Regisseur in ihn verliebt. Gelacht werden darf hier ab dem 13.1.

Ebenso lustig wie düster geht es in „Sarg niemals nie“ zu, einem Musical über den Bestattungsunternehmer David, der versucht, sein bankrottes Unternehmen mit zweifelhaften Methoden zu retten (ab 23.3.). Zu guter Letzt dann noch eine Rollentausch-Komödie aus der Feder von Alan Ayckbourn: Ab 28.4. spielt Eva Brunner die trennungswillige Jill, die eines Morgens plötzlich im Körper ihres Mannes aufwacht. Hinzu kommen zahlreiche Wiederaufnahmen bewährter Stücke von den „Blues Brothers“ und den beiden „Männer“-Revuen über „Sei lieb zu meiner Frau“, „Das Lächeln der Frauen“ und „Wer mit wem?“ bis hin zu „Himmel und Erde“, „Non(n)sens“ und „Ziemlich beste Freunde“. -fd

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