Bunbury

Bühne & Klassik // Artikel vom 12.01.2020

Bunbury (Foto: Arno Kohlem)

Jack hat einen fiktiven Bruder namens Ernst in der Stadt, um den er sich angeblich kümmern muss.

Algernon wiederum erfindet seinen kranken Freund Bunbury, um möglichst oft aufs Land fahren zu können. Was süß, harmlos und etwas kindisch klingt, wird bald zum grotesken Verwirrspiel. Oscar Wildes Verwechslungskomödie speist sich aus der eigenen Lebenserfahrung als Homosexueller in der viktorianischen Gesellschaft und rechnet mit deren Heuchelei und Dünkel ab. Zugleich erinnert sie an den Bunbury, die kleine Lebenslüge, die wir womöglich mit uns selbst herumtragen. Die junge Regisseurin Pinar Karabulut inszeniert Wilde in der Übersetzung von Elfriede Jelinek. -fd

Premiere: So, 12.1., 19 Uhr, Staatstheater, Karlsruhe

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