Giga-Hertz-Preis 2022

Bühne & Klassik // Artikel vom 26.11.2022

Mariam Gviniashvili (Foto: Chiara Bellamoli)

Zum 15. Mal vergibt das ZKM mit dem SWR Experimentalstudio den mit 25.000 Euro dotierten „Giga-Hertz-Preis für elektronische Musik und Klangkunst“, der einen Hauptpreis für das Lebenswerk, zwei Produktionspreise sowie in diesem Jahr neu einen Förderpreis umfasst.

Neben dem Hauptpreis fürs Lebenswerk, der in vergangenen Jahren bereits u.a. an Brian Eno, Laurie Anderson oder Pierre Henry ging, werden auch zwei Produktionspreise vergeben, die mit der Realisation neuer Werke verbunden sind. Erstmals gibt es 2022 den Förderpreis „Pop Experimental“ für experimentelle elektronische Pop- bzw. Clubmusik, der den populärmusikalisch orientierten Ästhetiken gewidmet ist, die gegenwärtig zu den wichtigsten technologisch basierten Innovationstreibern der elektronischen Musik zählen. Damit wird der Preis der Entwicklung gerecht, dass innovative elektronische Musik längst nicht mehr nur im akademischen Kontext produziert wird. Gestiftet hat ihn die Fördergesellschaft ZKM/HfG.

Der argentinische Komponist und langjährige Leiter der GRM in Paris Daniel Teruggi erhält den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis; die mit 5.000 Euro dotierten Produktionspreise gehen an den Klang- und Multimediakünstler Yu-Jung Chen aus Taiwan sowie an Peter Gahn, Professor für Komposition/Neue Medien/Sound Studies an der Hochschule für Musik in Nürnberg. Neu ist die Kategorie „Pop Experimental“ (5.000 Euro), den das ugandische Kollektiv Nyege Nyege erhält. Es fördert elektronische Underground-Musik afrikanischer KünstlerInnen.

Erstmals seit 2019 findet die Preisverleihung wieder mit Publikum statt, moderiert von Nina Sonnenberg und eingebettet in ein umfangreiches Konzertprogramm: Beim „Giga-Hertz“-Wochenende präsentieren das ZKM und das SWR Experimentalstudio Uraufführungen von ProduktionspreisträgerInnen der vergangenen Jahre: André Damiaõ (2021), Artemi-Maria Gioti (2019), Martino Sarolli (Sonderpreis im Bereich Künstliche Intelligenz 2018), dazu eine Installation von H0NH1M aka Chris Cheung Hon Him (2020). Außerdem wird Lisa Rovners spannender Film „Sisters With Transistors“ über Pionierinnen der elektronischen Musik gezeigt. -fd/pat

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