Kapitales Kabarett

Bühne & Klassik // Artikel vom 29.12.2010

Freddy Schmitt und Otto Schmid finden eine neue Berufung.

Nach dem Urlaubs-Höllentrip auf Bali steht nun ein Ausflug „Im Kapi-Tal der Pleitegeier“ an, denn unter dem Schlagwort „Abgezockt!“ begibt sich das Duo Rastetter & Wacker mutig in die Abgründe der Finanzwelt, übernimmt eine Pleite-Bank und zählt Kleingeld... Für INKA sprach Roger Waltz mit Erik Rastetter und Martin Wacker.

INKA: Wie ist das Stück denn aufgebaut?
Erik Rastetter und Martin Wacker: Ohne zu viel vorweg zu verraten: Der Spaß besteht darin, dass unsere alter egos Schmitt & Schmid zu einer Bank kommen wie die Jungfrau zum Kind, um dann selber als inkompetente Bankchefs die Finanzwelt zu erschüttern. Mit von der Partie ist die ehemalige Bankangestellte Ursula, die von Boris F. Ott gespielt wird.

INKA: Könnt ihr die eine oder andere Szene plastisch beschreiben?
Rastetter und Wacker: Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir ja noch mitten in den Proben und erforschen dabei zusammen mit unserer Regisseurin Steffi Lackner das Potenzial unserer Texte. Das ist ja bis kurz vor der Premiere ein Work in Progress. Ein amüsantes Highlight ist es sicherlich, zu erleben, wie Freddy und Otto sich bemühen, das Banken-Latein einzuüben...

INKA: Nehmt ihr auch die sogenannte parlamentarische Lobbykratie äh Demokratie aufs Korn, die den Bankerterror weiterhin ermöglicht, oder anders gefragt: Wie böse seid ihr?
Rastetter und Wacker: Wir haben beispielsweise explizit eine Szene drin, in der wir als Krisenratgeber dem Publikum eine Gebrauchsanweisung mit auf den Weg geben, wie man möglichst überzeugend pleite geht und dann ordentlich vom Staat abkassiert. Stellenweise sind wir ziemlich böse. Wir wechseln jedoch zwischen Kritik und Quatsch. Es ist eine Mischung aus Satire, Parodie, Nonsense, Slapstick und Musik– und letztere wird wieder wesentlich durch die glamourösen Auftritte von Ursula geprägt!

INKA: Traut ihr euch auch ans Lokale? Stichwort: Geheimtopf U-Strab-Kooperationsmarketing bei gleichzeitiger Kürzung der Kulturausgaben?
Rastetter und Wacker: Traditionell haben wir mindestens immer eine Szene dabei, die Bezug zum lokalen Geschehen nimmt. Das wird dieses Mal z.B. so sein, wenn das SEKK kommt, das Sonder-Etatkürzungs-Kommando im Kulturbereich, so eine Art Eileinsparstoßtrupp der Stadtverwaltung...

Premiere: Fr, 7.1., 21 Uhr, Sa, 8.1., 21 Uhr, So, 9.1. 19 Uhr, Fr, 14.1. und Sa, 15.1., je 21 Uhr, weit. Termine siehe Kalender, Sandkorn-Studiotheater, Karlsruhe - präsentiert von INKA

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