Karlsruher Schlosskonzert

Bühne & Klassik // Artikel vom 26.11.2023

Rouven Honnef (Foto: Stefan Mesitschek)

Die „Karlsruher Schlosskonzerte“ sind nach „etlichen Turbulenzen“ zurück in ihrer angestammten Location, dem Gartensaal des Schlosses.

„Als wär die Welt tot“ ist das erste Projekt von Malika Reyad und ihrem Ensemble nach der Pandemiepause. Auf die Bühne kommt Büchners „Woyzeck“ in der Regie von Thorsten Kreilos mit Musik aus der gleichnamigen Oper von Manfred Gurlitt.

Rund 30 Jahre nach dem Büchners Tod wurden die ersten Menschenschauen abgehalten, Menschen wie Tiere in Käfigen gehalten und ausgestellt. Die Inszenierung von Kreilos nimmt diesen Sachverhalt als Ausgangspunkt, um sich dem Kosmos Woyzeck zu nähern. Woyzeck begegnet uns als „astronomisches Pferd“, als Ausstellungsstück, als geschlagener Straßenköter. Mit fiebrigen Augen durchwühlt er Kleiderberge, textile Überreste von Menschen, wie man sie aus Ausschwitz oder den Straßen ukrainischer Städte kennt.

Aus den Leichenkleidern tauchen bei „Woyzeck“ Untote auf, Marie, der Tabourmajor, der Doktor, der Hauptmann. Die Veranstaltung beginnt mit einer Einführung des Regisseurs und Musikausschnitten aus der Oper „Wozzek“ von Manfred Gurlitt, die kurz nach dem gleichnamigen Werk von Alban Berg mit großem Erfolg uraufgeführt wurde.

Nach der Pause findet das Theaterstück statt. Mit dem „Theater Mobile Spiele,“ Rouven Honnef (Schauspiel), Manuel Wiencke (Bariton), Cathrin Lange (Sopran) und Volker Hiemeyer (Klavier). -rw

So, 26.11., 18 Uhr, Schloss, Gartensaal, Karlsruhe, Eintritt frei

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