Klosterkonzerte Maulbronn 2019

Bühne & Klassik // Artikel vom 17.05.2019

Janoska (Foto: Julia Wesely)

Die Erfahrung von Musik in spiritueller Atmosphäre zeichnet die „Klosterkonzerte Maulbronn“ aus.

Seit über 50 Jahren ist zwischen Klosterkirche, Laienrefektorium und Kreuzganggarten Kunst wichtiger als Glamour, und das auch 2019 wieder mehr als vier Monate lang. Zum Auftaktkonzert gastiert mit der Akademie für Alte Musik Berlin ein Spezialensemble für historisch informierte Aufführungspraxis und kreuzt Händels Concerti Grossi mit Telemanns Canons Mélodieux in der Klosterkirche (Fr, 17.5., 20 Uhr).

Eben dort besinnt sich der Maulbronner Kammerchor mit Werken vom 17. bis zum 21. Jahrhundert darauf, was Kloster bis heute versprechen: Ruhe (Sa, 18.5., 19 Uhr). Der Chor des Evangelischen Seminars Maulbronn führt mit dem Karlsruher Barockorchester und international arrivierten Solisten Henry Purcells Oper „Dido & Aeneas“ auf und nutzt für die gespielten Szenen den ganzen Innenraum der Klosterkirche (Sa, 25.5., 20 Uhr; So, 26.5., 19 Uhr). Der Stuttgarter Orgel-Professor Helmut Deutsch spielt an Himmelfahrt passenderweise einen Satz aus Messiaens „L’Ascension“, dazu Liszts Fantasie und Fuge über „Ad nos, ad salutarem undam“ sowie Stücke von Bach und dessen Zeitgenossen Juan Cabanilles (Do, 30.5., 18 Uhr, Klosterkirche).

Die Janoskas sind eine slowakische Musikerfamilie, deren jüngste Neuerfindung – das Janoska Ensemble – Bearbeitungen von Bach bis Kreisler, aber auch eigene Kompositionen und sogar ein Beatles-Arrangement kredenzt. Motto des Abends: Revolution (So, 2.6., 18 Uhr, Laienrefektorium)! Den Bann früher venezianischer Barockmusik á la Giovanni Gabrieli bringt das Capricornus Ensemble, bestehend aus Violinen, Posaunen und Orgel, in die Klosterkirche (Sa, 8.6., 20 Uhr). Die Klosterkonzerte laufen bis zum 29. 9., im Sommer auch als Open Air. -fd

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