Letzte Karten für die „Händel-Festspiele“

Bühne & Klassik // Artikel vom 19.02.2010

Mit „Ariodante“ unter Michael Hofstetter und Peer Boysen steht ein Kleinod barocker Musik an.

In der Oper um die fälschlicherweise der Untreue bezichtigten Königstochter Ginevra und ihren Verlobten, Ritter Ariodante, spiegelt Händel Liebe, Leidenschaft, Eifersucht und Gier in dichter Musik (Premiere: 19.2., ausverkauft).

Bereits 2009 wurde die szenische Uraufführung der Erstfassung von „Radamisto“ auf dem Kontinent stürmisch gefeiert, in der die barocke Bühnentechnik auf atemberaubende Weise neu etabliert wird. Die aktuellen Termine sind ausverkauft, allein für die öffentliche Hauptprobe (24.2.) könnte es noch Karten geben. Das äußerst farbige Oratorium „L’Allegro, il Pensieroso ed il Moderato” stellt in barocker Üppigkeit gegensätzliche Allegorien von Frohsinn und Schwermut gegenüber, bevor am Ende ein ausgeglichener Charakter etabliert wird. Die Leitung hat Nicol Matt (Sa, 20.2., 19.30 Uhr).

Zu Händels 325. Geburtstag gibt es im Schauspielhaus eine musikalisch-kulinarische Soirée. Neben Kammermusik der Deutschen Händel-Solisten und von Dozenten der Händel-Akademie steht ein barockes Festmahl an (Di, 23.2, 19 Uhr). Ferner: Das Abschlusskonzert der Vokal- und Instrumentalkurse der Internationalen Händel-Akademie (Sa, 27.2., 17 Uhr, Velte-Saal, Schloss Gottesaue; kostenlos) und das Preisträgerkonzert des Jugend-Wettbewerbs der Händel-Gesellschaft (So, 28.2, 11 Uhr, Schauspielhaus).

Im Festkonzert der Händel-Solisten unter Rubén Dubrovsky wird Musik des Jubilars (Concerto a due cori F-Dur HWV 333, Music for the Royal Fireworks HWV 351) durch Werke von Georg Muffat und Heinrich Ignaz Franz Biber kontrastiert. Letzterer lädt mittels „Mensa Sonora“ sogar buchstäblich an eine „klingende Tafel“, die mit einer Reihe von Suiten gedeckt ist (Mo, 1.3, 20 Uhr, Opernhaus). Last not least gibt es als Abschlussproduktion der Internationalen Händel-Akademie Auszüge aus dessen Oratorien (Sa, 6.3, 20 Uhr, Schauspielhaus). -er

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