Tuchfühlung

Bühne & Klassik // Artikel vom 30.04.2017

Der Begriff „Tuchfühlung“, den keine andere Sprache der Welt so kennt, bietet schier unendlich viele Bedeutungsnuancen an.

Der jüdische Schriftsteller Paul Mühsam ließ sich dadurch zu Poesie anregen: „Immer liegt wie von Linnen ein Tuch auf dem Erdengeschehn, / Immer bleiben erstaunt einige Sinnende stehn. / Dann wie von selber beginnen die Räder sich wieder zu drehn, / Und das nur wenig verschobene Tuch verdeckt das Geschehn...“

Ähnliches wird auch in den 14 Szenen der neuen Choreografie der Tanztribüne enthüllt: Das Fließende, Verwehte, Umhüllende und doch Durchsichtige animiert Tänzer und Choreografen (Hans Traut und Sarah Kiesecker) zu narrativen Bewegungen und am Schluss wird ein schier unendliches weißes Band die Zuschauer umschlingen: Auf die neue Tanztribüne-Produktion mit Shootingstar Sarah Kiesecker darf man mehr als gespannt sein! -bes

So, 30.4., 20 Uhr, auch: 6./.7./13./14.5., je 20 Uhr, Tempel, Karlsruhe

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