Zeitgenuss-Festival 2016

Bühne & Klassik // Artikel vom 24.10.2016

Dieter Schnebel (Foto: Elgeti)

Zum vierten Mal richten Kulturamt und Musikhochschule das „Zeitgenuss“-Festival für zeitgenössische Musik aus.

Brandneue Kompositionen, aber auch neu interpretierte Klassiker der neuen Musik sorgen für ein breites Spektrum. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Komponisten (und Theologen) Dieter Schnebel, der für einen Meisterkurs an der HfM anreist. Mit Vortrag von Dr. Achim Heidenreich (Mo, 24.10., 10.30 Uhr), Gesprächskonzert mit Klaviermusik (24.10., 17 Uhr), Konzertfilm zu Schnebels „Ekstasis“ (Mi, 26.10., 17 Uhr), dem Abschlusskonzert der Meisterklasse (Do, 27.10., 19.30 Uhr) und einer Schnebel-Uraufführung im Konzert des Duos Konflikt (24.10., 19.30 Uhr) kann man sich ein umfassendes Bild vom Schaffen des gebürtigen Lahrers machen.

Mit den Konzerten des sinfonischen Blasorchesters der HfM (So, 23.10., 17 Uhr), der Kompositionsklassen Hechtle und Rihm (Di, 25.10., 19.30 Uhr) und des ComputerStudios (Do, 27.10., 17 Uhr) ist ZeitGenuss nah am Geschehen der Musikhochschule, verbandelt sich aber auch mit den Karlsruher Meisterkonzerten im Konzert mit Frank Dupree und Musik von Reimann und Beethoven (Fr, 28.10., 20 Uhr, Konzerthaus) und dem Deutschen Musikrat, der 30 Jahre Edition Zeitgenössische Musik feiert (Sa, 29.10., 15 Uhr). Gesprächskonzerte über Cembalo-Avantgarde (Sa, 22.10., 17 Uhr) sowie mit den Karlsruher Komponisten Yoffe (Di, 25.10., 17 Uhr) und Rihm (So, 23.10., 11 Uhr) vertiefen das Gehörte.

Preisträger des Karlsruher Interpretations- und Kompositionswettbewerbs stellen sich am 22.10. um 19.30 Uhr vor und mit dem Bandoneon präsentiert Marcelo Nisinman ein seltenes Instrument für die neue Musik (29.10., 17 Uhr). Das Eröffnungskonzert, u.a. mit Ausschnitten aus Mauricio Kagels „Staatstheater“ (Fr, 21.10., 19.30 Uhr), sowie das Raum-Experiment mit zwei Orgeln, improvisierendem Kammerchor, Elektronik und Werken von Tüür, Vasks und Pärt, inszeniert und gespielt von Wolfgang Mitterer, Christian-Markus Raiser und dem CoroPiccolo zum Abschluss (29.10., 20 Uhr, Ev. Stadtkirche) bilden die Klammer für neun Tage voller neuer Musik in Karlsruhe. Wenn nicht anders angegeben, finden die Konzerte in Schloss Gottesaue statt. -fd

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