Clubkultur BW drängt auf Öffnungsperspektive

Clubkultur // Artikel vom 28.01.2022

Mit der Entscheidung von Ministerpräsident Kretschmann, Clubs und Diskotheken weiter geschlossen zu, fehlt der Clubkultur weiterhin jegliche Perspektive.

„Das wichtigste für unsere Szene ist eine möglichst langfristige Öffnungsperspektive mit Bedingungen, unter denen Clubkultur sinnvoll durchführbar ist“, erklärt Theresa Kern, Vorsitzende des Vereins Clubkultur BW. „Dazu zählt eine Maskenbefreiung, keine Kapazitätsbeschränkungen und Planbarkeit.“ Unter den unsicheren Umständen der Omikron-Welle, der Maskenpflicht und der geltenden Kapazitätsbeschränkungen erscheint für die Clubkultur BW eine Öffnung der Clubs und Diskotheken nicht sinnvoll: „Das ist wirtschaftlich nicht abbildbar und lässt kein Clubfeeling zu“, so Kern weiter. „Wir haben im Dezember beobachten können, wie mit verbindlicher Einführung einer Maskenpflicht für die Clubs und Diskotheken die BesucherInnenzahlen stark zurückgingen.“

Die Schließung der Clubs und Diskotheken dauert bis auf eine kurze Ausnahme vergangenen Herbst nun schon bald zwei Jahre an. Damit sind sie mit am schwersten betroffen von den Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus’. Wir sehen nach wie vor die Politik in der Verantwortung, die Szene finanziell zu unterstützen, solange es keine langfristigen Perspektive gibt, besonders zentral sind hierfür die Kurzarbeitergelder“, so Kern. „Wir erwarten von der Landesregierung, dass sie sich im Bund dafür stark macht, dass diese über den März 2022 hinaus verlängert werden.“

Forderungen, die an das zuständigen Wirtschaftsministerium von Nicole Hoffmeister-Kraut übersendet wurden, umfassen außerdem:

  • eine Weiterzahlung des fiktiven Unternehmerlohn nach März 2022
  • Neuauflage von Stabilisierungshilfen für Clubs und Diskotheken noch dieses Frühjahr
  • eine vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer auf Eintrittsgelder für Clubs, Musikspielstätten und Diskotheken
  • Perspektiven schaffen für den kommenden Winter

„Das Chaos der vergangenen zwei Jahre darf sich in Zukunft so nicht wiederholen“, mahnt Kern. „Die Clubs und Diskotheken im Land werden kaum eine weitere Schließzeit überstehen. Wir sind deshalb als Clubkultur BW auf der Suche nach Möglichkeiten, wie Clubs und Diskotheken für die Zukunft fit für Pandemien oder einer weitere Corona-Variante gemacht werden können. Hierbei hoffen hier neben den Wirtschaftshilfen auch auf eine tatkräftige Unterstützung aus Fachkreisen der Aerosolforschung. Wir heißen es willkommen, dass das Sozialministerium sich bereit erklärt hat, uns und die Anliegen der Clubkultur mit Forschern aus dem Dunstkreis der Landesregierung zusammenzubringen.“ -ps/pat

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