Compilations

Clubkultur // Artikel vom 07.04.2010

Die beseelten, oft gutgelaunten Soundentwürfe der Dortmunder House-Szene, die auch gerne mal in Drum’n’Bass, Dub, Soul oder 2Step-Gefilden unterwegs waren, haben mir schon immer gefallen.

Auf der Labelcompi „Farside“ 1.0 (Groove Attack) präsentieren Ingo Sänger & Co. 15 spezielle Clubedits von Tracks von u.a. Matt Flores, Herb LF, Henry L, Westpark Unit, The Offsetters und Orang Asli, aber auch Remixe von Freunden wie Wighnomy Brothers oder Marcus Worgull.

Auch Vienna-Scientists-Mastermind Jürgen Drimal war vom Exitus deutscher Indievertriebe schwer betroffen. Jetzt ist er zum Zehnjährigen mit „Vienna Scientists The 10th Anniversary“ (Sunshine Enterprises) zurück. Langjährige Labelacts wie Freedom Satellite oder Madrid de Los Austrias, Makossa & Megablast treffen hier auf Fort Knox Five in Bearbeitung durch Wahlwiener Rodney Hunter, aber auch neue Projekte von Basser Flaer oder den Jazzern Scheckter. Ein nicht nur lässig groovender Cocktail aus Soul und Disco, entspanntem Jazz und Dub, viel Funk, und wie immer songorientiert statt totgesampelt. Sechs der zwölf Tracks entweder unveröffentlicht oder zuvor nur als Vinyl erhältlich.

Das Hamburger Label Dial war vor zehn Jahren mal ein reines Deep House/CologneDetroit/Techno-Label, ist aber inzwischen stilvoll und scheuklappenfrei auch in Sachen Ambient oder klassischem Songwriting unterwegs. Ein frisches, inspierendes Lüftchen umweht diese Werkschau „2010“ zum Zehnjährigen (Dial/Kompakt/Rough Trade) mit schönen, songorientierten Beiträgen von u.a. Isolee, Phantom Ghost, Pantha du Prince oder Lawrence.

Prime Numbers ist das Label von Techfunkateer Trus’Me. „Auf Prime Numbers Vol. 2“ (Groove Attack) versammelt Tracks von Motor City Drum Ensemble, Move D, Mr Scruff, Actress oder Wireman, letztere sind zu Recht gleich mit drei Tracks vertreten. Die Compilation bietet für Detroit-Fans, avancierte Houser und auch für eher futuristisch an Electro und Techno Interessierte jede Menge Fundstücke. -rowa

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