INKA #144

Inka Ausgaben // Artikel vom 12.02.2019

INKA #144

Uurück aus der kurzen Winterpause schauten wir etwas verdutzt auf unseren doch recht ausgedünnten Veranstaltungskalender.

Schuld ist Fasching, der 2019 gefühlt an Ostern stattfindet. Dafür ist in Karlsruhe eine richtiggehende „art“-Woche rund um die Kunstmesse geboten – mit einem sehr veranstaltungsintensiven Programm zwischen Kunst- und Offszene, „Händel-Festspielen“, tollen Konzerten sowie Kunstinterventionen in der City.

Der Kopf ist ja rund, damit das Denken die Richtung ändern kann, formulierte einst Achternbusch schön hübsch hinterlistig. Und so gibt’s in dieser Ausgabe quasi eine Sonderedition: Die A-Seite unseres Covers, speziell von Jim Avignon für uns entworfen, verweist auf die reguläre Ausgabe; die B-Seite dagegen auf fast 70 Seiten Kunst, Ausstellungen und „art around“ – wir haben die besten Events gesammelt. Dazu kommen Clubbing-Tipps sowie ein Gastro-Überblick speziell für „art“-Besucher, aber natürlich nicht nur diese.

Munter weiter geht’s derweil im Spiel „Bürgerinteressen vs. Immo-Investoren“: Auch eine Mahnwache in Sachen Nachverdichtung in der Stadt (Fasanengarten) vor dem Rathaus nutzte nichts – es gab lediglich sechs Nein-Stimmen zur geplanten Bebauung. Die Berckholtz-Stiftung möchte ihre Planungen Geranien-/Weinbrennerstraße nicht offenlegen. Wir bitten die Stadt hiermit, darauf zu drängen! Derweil droht Schloss Augustenburg in Grötzingen zum Zierrat für ein Monster-Altenpflegeheim zu werden.

Stets auf der Seite von Bauinvestoren agiert die Stadt umgekehrt als Player glücklos bis dilettantisch: Es wurde versäumt, das C-Areal zu kaufen – nun stellt sich auch noch das über 200 Meter lange Grundstück an der Stuttgarter Straße als faules Ei heraus, das u.a. zum Umzug der ESG Frankonia herhalten sollte. 80, 90 Millionen soll alleine die „Aufbereitung“ der Gärten kosten. Zukunft: unklar. Abgeholzt wurde trotzdem. Die Lösung „von Alles“: Hochhäuser. Fallbeispiel: Schon zehn bringen 1.000 Wohnungen. 100 dann 10.000. Helau.

Wir wünschen allen inspirierende Wochen!
Roger Waltz, Patrick Wurster & das gesamte INKA-Team

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