16. Lesbisch-schwule Filmtage

Kino & Film // Artikel vom 29.09.2009

Zum letzten Mal finden die „Lesbisch-schwulen Filmtage“ im Prinz-Max-Palais Karlsruhe statt, bevor sie 2010 mit der Kinemathek ins Kurbel-Kino umziehen.

Das breit gefächerte Programm beinhaltet neben der beliebten Kurzfilmnacht (Fr, 2.10., 20.30 Uhr) und dem Filmbrunch (Sa, 3.10., 11 Uhr, Kulturhaus Mikado) erneut zahlreiche Werke, die entgegen aller Klischees sogar für Heten interessant sein dürften.

Im Mittelpunkt des Eröffnungsfilmes „Sens Interdits“ von Sumeya Kokten steht die geheime Liebe zwischen der toughen Polizistin Jennifer und ihrer türkischen, streng islamisch erzogenen Freundin Selin. Der Film vermittelt, eingebettet in eine packende Krimihandlung, große Gefühle und ist zugleich ein Porträt verschiedener Lebenswelten im heutigen Brüssel (Di, 29.9., 19.30 Uhr).

Mit Konventionen ganz anderer Art spielt die politisch unkorrekte, schwarzhumorige Komödie „Drool“, deren Handlung in der amerikanischen Provinz angesiedelt ist und einen rassistischen Ehemann, freche Kindern und einen schwarzen Leckerbissen auffährt (Mi, 30.9., 20.30 Uhr; Sa, 3.10., 22.30 Uhr).

Spezieller wird es in „Fig Trees“, einem Zwitter aus Dokumentation und filmischer Oper um zwei Aids-Aktivisten in den 90ern (So, 4.10., 11 Uhr), und der Musical-Adaption von Shakespeares Sommernachtstraum, „Wäre die Welt mein“ (Do, 1.10., 20.30 Uhr; Sa, 3.10., 16 Uhr).

Ferner vertreten: ein singendes Albino-Eichhörnchen, eine spanische Heilige, Psychiatriepatienten, Außerirdische, allerhand Aufgehübschtes und die – ernsten – „Jagdszenen aus Brandenburg“ (letzteres Mi, 30.9., 19.30 Uhr). -er

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