68 und die Folgen – Celluloid im Aufruhr

Kino & Film // Artikel vom 17.05.2018

Die Chinesin (Foto: Gaumont)

Begleitend zur Stadtmuseums-Schau „Bewegt Euch! 1968 und die Folgen in Karlsruhe“ widmet sich die Kinemathek von Mai bis Oktober mit der donnerstags und sonntags laufenden Reihe „68 und die Folgen – Celluloid im Aufruhr“ dem filmischen Erbe jener Zeit.

Gerade in Deutschland waren die Beziehungen zwischen Kino und Revolte recht vielfältig, wie das Beispiel des Studenten Harun Farocki zeigt, der wegen „rebellischer Umtriebe“ von der Berliner Filmakademie geflogen ist. Am 17.+20.5. sind einige seiner frühen Kurzfilme zu sehen, zusammen mit dem Essay „Der Polizeistaatsbesuch“, in dem Roman Brodmann einen ironischen Blick auf den BRD-Besuch des Schahs von Persien wirft.

Hierzulande sehr selten gespielt wird der Godard „Die Chinesin“ (24.+27.5.), ein oft als Bekenntnisfilm missverstandener Klassiker des politischen Kinos, in dem fünf junge Leute die Worte Mao Tse-Tungs studieren. In der Doku „SPK Komplex“ (7.+10.6.) rekonstruiert Gerd Kroske minutiös die weitgehend unbekannte Geschichte des Sozialistischen Patientenkollektivs, das der Arzt Wolfgang Huber 1970 in Heidelberg gegründet hat. Und auf einem Drehbuch von Ulrike Meinhof basiert das 25 Jahre in den SWR-Archiven ruhende Fernsehspiel „Bambule“ (14.+17.6.) über den Aufstand in einem West-Berliner Mädchenheim. -pat

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