Casino, Bahnhof & Schlossplatz: Karlsruhe und Region als Kulisse für Film und Fernsehen

Kino & Film // Artikel vom 17.06.2020

Kurhaus Baden-Baden (Foto: Pixabay)

Die Stadt Karlsruhe sowie die benachbarten Orte waren schon oft Schauplatz für Film- und Fernsehproduktionen.

Einige Folgen der Kultserie „Tatort“ spielten sich häufiger in der Region ab. Aber auch große Kinoproduktionen finden sich in den glanzvollen Casinos und architektonisch bewundernswerten Gebäuden immer wieder ein.

Der Bereich um den Karlsruher Hauptbahnhof ist im Spielfilm „Vaya Con Dios“ des deutschen Regisseurs Zoltan Spirandelli zu sehen. In der Komödie machen drei Mönche auf ihrer Reise von einem brandenburgischen Kloster nach Italien eine Zwischenstation in der Stadt. Auch für eine Folge der Krimireihe „Tatort“ wurden hier Szenen gedreht. In „Kaltblütig“ mit Lena Odenthal wurden das ehemalige Heizkraftwerk hinterm Hauptbahnhof und das dazugehörende Atelier im Stadtteil Südweststadt als Kulisse genutzt. Der Kanalweg wurde in der Folge ebenfalls als Motiv verwendet.

In der Filmkomödie „Army Go Home!“ des australischen Regisseurs Gregor Jordan sind Teile des Paul Revere Village in der Nordstadt und das Tullabad zu sehen. Die mittlerweile abgerissene US-Kaserne in Knielingen und die Kriegs- und Marienstraße werden zusätzlich in Szene gesetzt. Die Satire ist inhaltlich kurz vor dem Mauerfall 1989 angesiedelt und mit Joaquin Phoenix in der Hauptrolle prominent besetzt. Die Kriegsstraße kann bei Aufnahmen im fahrenden Auto in der Stuttgarter „Tatort“-Folge „Spiel auf Zeit“ ebenso erblickt werden. Für diese Folge wurde auch eine Szene in der Coffee Boxx in der Moltkestraße und in der Gaststätte Gold in der Oststadt gedreht. Darüber hinaus ist die Rankestraße kurz Schauplatz im Fernsehkrimi.

Das Casino in Baden-Baden und der Karlsruher Festplatz im Film

Der etwa 10.000 Quadratmeter große Karlsruher Festplatz ist im 1968 erschienenen Drama „Nackt unter Leder“ zu sehen. Unter der Regie von Jack Cardiff spielt Alain Delon den Liebhaber einer verheirateten Frau. Mehrere Szenen des Films wurden in der Karlsruher Innenstadt gedreht. Auch der deutsche Krimi „Kalt ist die Angst“ zeigt den Festplatz. Der Fernsehfilm wurde von Polyphon Pictures produziert und im Januar 2017 zum ersten Mal ausgestrahlt. Die Dreharbeiten fanden unter der Regie von Berno Kürten in der baden-württembergischen Stadt und Umgebung statt.

Nur wenige Autominuten im Baden-Badener Casino zeigte sich Komiker Otto Waalkes in seiner Parodie „Otto‘s Eleven“ im Jahr 2010. Die Spielbank galt als auserkorenes Ziel, das der Gauner mit seiner Bande ausrauben wollte. Casinos als Filmmotiv zu verwenden, ist schon seit mehreren Jahren äußerst beliebt: Neben „Casino Royale“, der „Ocean’s“-Trilogie oder dem Klassiker „Casino“ zählen auch „21“ und „Runner Runner“ mit Justin Timberlake zu den bekannten Vertretern dieses Genres. Aus einem anderen Blickwinkel ist die Kombination ebenfalls sehr gefragt. Viele Filmstudios verkaufen ihre Lizenzen und platzieren themenbasierte Games im Slot Casino wie z.B. Betfair. Dort finden sich Automatenspiele wie „Grease“, „Dirty Dancing“, „Terminator: Genysis“ oder „Top Gun“. Kein Wunder, dass auch das Casino in Baden-Baden bereits als Drehort verwendet wurde.

Region als Drehort zukunftsweisend

Die Zukunft von Karlsruhe als Filmkulisse und Umgebung ist anscheinend gesichert. Die Stadt ist auch für große Filmproduktionen geeignet und profitiert von zahlreichen Kulissen, die nicht allzu oft verwendet werden. Im Gegensatz zu Berlin und Hamburg ist die Szenerie unverbraucht und deshalb bei Regisseuren beliebt. Durch das vergleichsweise niedrige Produktionsvolumen können einfacher Drehgenehmigungen erhalten werden, zudem ist die Unterstützung und Offenheit der Stadt und der Bevölkerung attraktiv.

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