Cinéfête 15

Kino & Film // Artikel vom 18.06.2015

Das französische Kino kann einiges über die Kultur unserer Nachbarn erzählen.

Mit dieser Intention tourt „Cinéfête“, das von der Kinemathek und dem Centre Culturel Franco-Allemand über Karlsruhe gelotste Jugendfilmfestival. Die 15. Ausgabe eröffnet mit der „César“-gespickten Biografie über „Séraphine“ Louis, die kurz vor dem Ersten Weltkrieg vom deutschen Kunstsammler Wilhelm Uhde entdeckt wird; „Populaire“ lässt die Sekretärinnen an der Schreibmaschine gegeneinander antippen und „Comme un lion“ schildert die Geschichte eines Jungen aus dem Senegal, der von einer Fußballerkarriere in der Ligue 1 träumt.

Unter dem Titel „Portugal, mon amour“ lief hierzulande Ruben Alves’ Culture-Clash-Komödie „La cage dorée“ über die in Paris lebende Einwandererfamilie Ribeiros; wie man Vorurteile überwinden kann, zeigt auch „L’Italien“ Dino, der eigentlich Araber ist und seinem kranken Vater zuliebe den Ramadan begeht, oder „Une bouteille à la mer“, in dem die jüdische Französin Tal eine Brieffreundschaft zwischen Jerusalem und dem Gazastreifen pflegt. -pat

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