Dokka 9

Kino & Film // Artikel vom 25.05.2022

Köy (Foto: Edition Salzgeber)

Zurück auf seinem angestammten Mai-Date ist das 2021 Corona-bedingt in den September verlegte Karlsruher Dokumentarfestival.

17 Filme und Hörstücke präsentiert die im Logo genial mit der Ausgabenummer spielende neunte „Dokka“-Auflage im zentralen Veranstaltungsort Kinemathek sowie erstmals auch in der Schauburg. Zur Eröffnung (Mi, 19 Uhr, Kinemathek) läuft der Film „Anima – die Kleider meines Vaters“, mit dem Regisseurin Uli Decker auf ihre ganz persönliche Familiengeschichte zurückblickt.

Erstmals werden auf einem „Dokka“-Festival gleich zwei Dokus gezeigt, die eng mit Karlsruhe verbunden sind: „Köy“ (Do, 16 Uhr, Kinemathek) von Serpil Turhan, die eine Vertretungs-HfG-Professur in Medienkunst Film inne- und über drei Jahre hinweg Gespräche mit Kurdinnen geführt hat, und „Die Karte der Schönheit“ (Fr, 19 Uhr, Kinemathek), in dem sich HfG-Medienkunst-Alumni Marco Kugel vor dem Hintergrund der Energiewende fragt, wie man eigentlich die Schönheit eines Landes bemisst und subjektive Eindrücke in objektiv statistisch vergleichbare Daten umgemünzt werden können.

Weitere Nova: das öffentlich zugängliche „Dokka Frühstück“ (Do+So, 10-12 Uhr, Passagehof) mit seiner „langen Tafel für Gespräche und Genuss“ und die zum Festival-Opening online gehende interaktive Streamingplattform „Dokka Connect“, auf der bis zum 5.6., 23 Uhr, nahezu alle Programmpunkte samt Nachbesprechungen verfügbar sind.

Zum Abschluss steigt die von Johannes Kreidler, Konzept- und Medienkünstler sowie Professor für Komposition an der Basler Hochschule für Musik, umrahmte Preisverleihung (So, 20 Uhr, Kinemathek). Neben dem besten Filmbeitrag sowie Hörstück wird dank der Ursula Blicke Stiftung erstmals ein Recherche-Stipendium für die Projektentwicklung und -vorbereitung in Höhe von bis zu 5.000 Euro vergeben. -pat

Mi-So, 25.-29.5., Kinemathek & Schauburg, Karlsruhe
www.dokka.de

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