Illusion

Kino & Film // Artikel vom 11.03.2014

Alle zwei Jahre dreht er ab, der „militante Guru der unabhängigen Filmszene“, wie die „SZ“ Roland Reber jüngst so treffend betitelt hat.

Sein achter Kinofilm, der surrealistische Beziehungsreigen „Illusion“, setzt den Zuschauer in eine Bar der Verlogenen und Frustrierten, die ihren Wunschvorstellungen, Ängsten und feuchtfröhlichen Sehnsuchtsfantasien freien Lauf lassen.

Claudia (Marina Anna Eich) verschmäht nicht nur den Apfelkuchen ihres Gatten Theo (Wolfgang Seidenberg) und beschäftigt sich stattdessen lieber mit der verklemmten Psychologin Nikola (Antje Nikola Mönning), Noch-Frau von Dieter (Thomas Kollhoff), derweil Prediger Theo ein Auge auf das graue Mäuschen Susanne (Carolina Hoffmann) geworfen hat und Majas (Ute Meisenheimer) Uli (Andreas Pegler) ein Fußballanhänger ohne jeden Fan bleibt – beäugt und kommentiert von Social Networker Christian Schluger (Christoph Baumann).

Hinter aller poetischen Metaphorik und der theatralen Künstlichkeit zum Vorschein kommt die nackte Identität; einschließlich herbeigedachter Vergewaltigungsorgie, Biker-Abendmahl und einem als Gott auf der Harley vorfahrenden Regierebellen.

Zur Karlsruhe-Premiere stellen Mitproduzentin Marina Anna Eich und Carolina Hoffmann, die Neue im Münchner WTP-Ensemble, ihre „Illusion“ persönlich vor. -pat

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