Independent Days 17

Kino & Film // Artikel vom 05.04.2017

„Internationale Filmfestspiele Karlsruhe“ – die „Independent Days“ machen mit dem neuen Untertitel bei ihrer 17. Auflage schon im Namen deutlich, was sich längst im Programm abgezeichnet hat.

164 Filme aus 45 Ländern, die überwiegend ihre Welt-, Europa- oder Deutschland-Premiere erleben, werden an den fünf Festivaltagen in der Schauburg gezeigt und geben dabei einen umfassenden Einblick in das aktuelle unabhängige Filmemachen mit verhältnismäßig geringen finanziellen Mitteln. Gleich zum Opening (Mi, 5.4., 17 Uhr) laufen die fünf nominierten Kurzfilme des 2.500 Euro schweren „Filmpreises der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe“, der im Rahmen der abschließenden „Award Gala“ (So, 9.4., 19 Uhr) verliehen wird.

Seine Erstaufführung feiert dabei der diesmal von Schülern des Karlsruher Goethe-Gymnasiums unter Anleitung von Filmemacher und Medienpädagoge Holger Metzner gedrehte Fünfminüter „Acceptance“, das Ergebnis des sechsten „Film- & Vision-Schul-Contests“. Zudem treten die in den Blöcken „Anders sein, aber richtig“ (Mi, 5.4, 19.15 Uhr), „Ärger am Küchentisch“ (21.15 Uhr), „Young Lovers“ (Do, 6.4., 19.15 Uhr), „Moving Culture“ (21.15 Uhr), „Fremde Welten, ferne Galaxien“ (Fr, 7.4., 19.15 Uhr) und „Die wunderbare Welt des Trickfilms“ (Sa, 8.4., 15 Uhr) thematisch gebündelten Kurzfilme um den vom Publikumsvoting abhängigen „Filmpreis der Stadt Karlsruhe“ an: die mit 1.500 Euro dotierte „Goldene ID“.

Insgesamt sind Preise im Wert von über 10.000 Euro ausgelobt, die Nominees über sämtliche Blöcke verteilt: U.a. geht der „Georg Fricker Filmpreis“ an die beste osteuropäische Kurzfilmproduktion, für den besten Featurefilm gibt’s einen „Indie Award“ und erstmals werden die „Best Actress“ und der „Best Actor“ mit einer Skulptur des Bildhauers Andreas Helmling gewürdigt. Das freie Kurzfilmprogramm fasst „Indierama“ zusammen, wobei „Blood ’n Death“ (Sa, 8.4., 21.15 Uhr) schräge Charaktere im Geiste der Coen-Brüder und tarantinomäßige Todesfälle verspricht! Volljährige Freunde des gepflegten Horrors streichen sich „Bis das Blut gefriert“ (Fr, 7.4., 23.15 Uhr) und „Nachtschicht“ (Sa, 8.4., 23.15 Uhr) rot an. Außerdem finden sich einige bemerkenswerte Langfilme im Programm, allen voran der russische Animationsstreifen „The Snow Queen 3“ (Fr, 7.4., 10+15 Uhr), mit dem die 3D-Technologie bei den „Independent Days“ Einzug hält.

Eingeführt wurden über die aktuelle Ausgabe hinaus gültige Festivalgutscheine für ein einzelnes ID-Filmprogramm; wer nichts verpassen möchte, besorgt sich den Festivalpass, der Zugang zu sämtlichen Veranstaltungen erlaubt. Dazu zählen auch die im Anschluss an das neue Format „Underground Shorts“ (Fr, 7.4., 20 Uhr) im Club Stadtmitte gefeierte „ID-Filmparty“ (22 Uhr) und das Workshop-Programm für Filmemacher und Studenten wie die Master Class „Music For Independent Film“ (Fr, 7.4., 11.30 Uhr) des Komponisten Gilles Tinayre. -pat

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