Verschoben: Independent Days 20

Kino & Film // Artikel vom 01.04.2020

The Validation Of Violet Worth

Über die vergangenen 20 Jahre haben sich die „Independent Days“ selbst den roten Teppich ausgerollt.

1998 von einer kleinen Gruppe junger Karlsruher Filmenthusiasten als Plattform für unabhängige Low- und No-Budget-Produktionen gegründet, professionalisiert sich das einst studentische Filmfest zusehends – und läuft heute mit dem glamourösen Untertitel „Internationale Filmfestspiele Karlsruhe“, für dessen Jubiläumsedition das hiesige Filmboard 162 Beiträge aus 40 Ländern ins Programm gehoben hat. Darunter zahlreiche Welt-, Europa- und Deutschlandpremieren, die auf einen der elf Filmpreise hoffen.

Die Kurzfilme konkurrieren um den mit 2.500 Euro dotierten Jury-„Filmpreis der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe“ (Award-Gala: Sa, 21 Uhr). Den zuvor gekürten Gewinner des „Filmpreises der Stadt Karlsruhe“ (Sa, 19 Uhr) bestimmt dagegen das Publikum, nachdem es die sechs thematisch gebündelten Blöcke „A Very Sad Symphony“ (Mi, 19.15 Uhr), „Gauner und Rebellen“ (Mi, 21.15 Uhr), „Am Siedepunkt“ (Do, 19.15 Uhr), „Außenseiter und Underdogs“ (Do, 21.15 Uhr), „Heartbeats“ (Fr, 19.15 Uhr) und „Crazy People“ (Fr, 21.15 Uhr) gesichtet hat. Der Preisträger erhält neben 1.500 Euro eine „Karlina“, die auch als Festivalmaskottchen fungierende ein Jahr alte Majolika-Trophäe in Form einer stolzen Mops-Dame.

Neu sind die beiden experimentellen Filmprogramme im ZKM-Medientheater: „Short Interventions“ (Do, 19 Uhr) und der indische Kunst-Film „Eclipsed“ (Do, 21 Uhr). Weitere Feature-Film-Tipps gehen an die im benachbarten Club Stadtmitte gezeigten „Taste Matters“ (Fr, 19 Uhr), in dem sich ein Chefkoch in seine Restaurantmanagerin verknallt, und das radikale Doku-Experiment „Dieter Meiers Rinderfarm“(Fr, 20.45 Uhr), nach dessen Aufführung die im Film gegründete polit-poetische Punkband eine Konzerteinlage spielt.

Ebenfalls nicht verpassen sollte man die Tendenzen des zeitgenössischen Independent-Kinos aufzeigende „Opening Gala“ (Mi, 17 Uhr), die im freien „Indierama“-Programm angesiedelten „Horror Worlds“ (Fr, 23.15 Uhr) und die Perlen der vergangenen Dekaden vereinende 20-Jahre-ID-Retrospektive (Sa, 15 Uhr). Den Filmemachern vermitteln Workshops und Vorträge Skills vom Koproduktionsvertrag (Do, 16 Uhr) über die Content Creation (Fr, 10+14 Uhr) bis zum Vertriebs-Tool (Fr, 16 Uhr). -pat

Mi-So, 1.-5.4., Schauburg/Die Stadtmitte/ZKM, Karlsruhe !!!verschoben (voraussichtlich auf Herbst)!!!
www.independentdays.de

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