Kinematheks-„Essenzen“ 2021

Kino & Film // Artikel vom 03.02.2022

titane (Foto: Koch Films)

In ihrer Reihe „Essenzen“ bündelt die Kinemathek die besten Filme des zurückliegenden Jahres.

Gestartet wird mit dem – nach einhelliger Meinung des Kuratorenteams – „Überfilm des Jahres“: Julia Ducournaus „Titane“ (Do, 3.2., 19 Uhr; Sa, 5.2., 21.15 Uhr), der beim Filmfestival in Cannes die „Goldene Palme“ gewonnen hat. Seit einem von ihr mitverursachten Autounfall trägt Alexia (Agathe Rousselle) eine Titanplatte im Schädel, die auch als Erwachsene ihr Leben bestimmt: Denn sie fühlt sich magisch angezogen von Metall, monströsen Maschinen – und Gewalt.

Seit David Cronenbergs „Crash“ (1996) hat kein Film mehr so radikal die fetischhafte Besessenheit von Menschen für Maschinen gezeigt. Doch „Titane“ ist mehr als reines Epigonentum; nicht nur, weil er ästhetisch wie narrativ völlig neue Wege einschlägt und Grenzen überschreitet. Vielmehr eine konsequente cineastische Fortschreibung des Cronenbergschen Körperkinos in all seine Bizarrerie, Grausamkeit und verführerischen Schönheit. -pat

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