„Kinowinter“ & cineastischer Frühling in Rastatt

Kino & Film // Artikel vom 14.12.2012

Seit es 2003 im letzten Rastatter Lichtspielhaus zappenduster wurde, ist man an der Murg auf „Kinosommer“ und „Kinowinter“ angewiesen.

Jetzt sollen gleich zwei neue Cineplex-Häuser gebaut werden: Die Ankündigung des Mannheimer Kinobetreibers Christian Spickert, auf einem Eckgrundstück am nördlichen Rastatter Stadteingang einen Filmpalast hochzuziehen, wurden mit den Umzugs- und Expansionsplänen des Baden-Badener Filmcolliers gekontert, nach 100 Innenstadtjahren Ende 2014 in die Cité am westlichen Stadtrand umzusiedeln. Heißt: zwei neue Multiplexe im Abstand von weniger als 15 Kilometern.

Bis es soweit ist, gilt weiterhin: Freitag ist „Kinowinter“-Tag! Zuerst entsinnt sich Leander Haußmann für seine Verwechslungsfarce mal wieder der jüngeren deutschen Geschichte, wenn Komiker Hans Zeisig (Michael „Bully“ Herbig) Zuflucht in der Moskauer Ein-Sterne-Exilanten-Absteige „Hotel Lux“ (14.12.) findet.

Dann folgt Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller Gianni Di Gregorio in „Gianni und die Frauen“ (4.1.) dem schlechten Rat, dass sich jeder Mann seines Alters eine Affäre gönnen sollte. Im Remake der Jugendbuchverfilmung „Krieg der Knöpfe“ (11.1.) verlegt Christophe Barratier die verfeindeten Nachbardörfer Longeverne und Velrans ins Jahr 1944.

Und mit „The Help“ (18.1.) läuft Tate Taylors ebenso beschämendes wie bewegendes Südstaaten-Sozial-Drama über eine freigeistige Nachwuchsjournalistin (Emma Stone), die gegen alle Konventionen der weißen Oberschicht afroamerikanische Haushaltshilfen interviewt – und ihre Recherchen als Buch veröffentlicht.

Zum Abschluss: „Alles für meinen Vater“ (8.2.), in dem der verhinderte palästinensische Selbstmordattentäter Tarek (Shredi Jabarin) nach einer Fehlzündung auf dem Tel Aviver Carmel-Markt sich und den vermeintlichen Feind reflektiert. Filmstart in der Rastatter Reithalle ist um 20 Uhr. -pat

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