Werkschau Xavier Dolan

Kino & Film // Artikel vom 01.03.2019

I Killed My Mother (Foto: Kool)

Weil seine Kameraführung ebenso so erfrischend anders ist wie Montage und Musikeinsatz galt der 1989 in Montreal geborene Xavier Dolan als das Wunderkind des internationalen Kinos. Im März und April widmet die Kinemathek dem franko-kanadischen Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor, dessen Filme allesamt mehrfach ausgezeichnet wurden, eine Werkschau.

Dolan ist grade 16, als er sein Debüt „I Killed My Mother“ (1./2./3.3.) schreibt; er spielt die Hauptrolle, ist zudem Regisseur wie auch Produzent – und erhält prompt eine Einladung nach Cannes; 2010 stellt er an der Croisette seine leidenschaftliche Dreiecksgeschichte „Herzensbrecher“ (8./9./12.3.) vor. Das knapp dreistündige Meisterwerk „Laurence Anyways“ (16.+17.3.) erzählt von einem Paar, bei dem der Mann gesteht, dass er sich als Frau fühlt.

Dolan, der nie einen Hehl um seine Homosexualität gemacht hat, schildert mit „Sag nicht, wer du bist“ (21./22./23.), wie ein Schwuler die ahnungslose Familie seines verstorbenen Freundes besucht; autobiografische Züge trägt auch der 2014 in Cannes erneut für Begeisterungsstürme sorgende „Mommy“ (29./30./31.3.) über eine labile alleinerziehende Mutter und die Beziehung zu ihrem hyperaktiv-jähzornigen Teenager-Sohn. -pat

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