art Karlsruhe 2024

Kunst & Ausstellungen // Artikel vom 22.02.2024

art Karlsruhe (Fotos: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner)

Die „Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst“ kehrt 2024 auf ihren angestammten Februar-Termin zurück und eröffnet wieder das Kunstmessen-Jahr.

Ein breites Panorama über 120 Jahre Kunst ist im Rahmen der „art Karlsruhe“ in den lichtdurchfluteten Hallen der Messe in Rheinstetten zu sehen. Nach einem sorgfältigen Auswahlverfahren haben sich 177 Galerien gegenüber der Jury durchgesetzt – darunter 32 internationale TeilnehmerInnen. Altbewährtes trifft hier auf innovative Formate, während die Messe durch die Reduzierung der Teilnehmerzahl auf eine strukturiertere Präsentation und hohe Qualität setzen möchte. Weiterhin werden die Stärken der Klassischen Moderne, der Nachkriegs- und der Gegenwartskunst betont, aber auch die Strahlkraft in die Stadt hinein verlängert und somit das Lokale mit dem Internationalen verbunden. Zusätzlich zu den Skulpturenplätzen und dem Skulpturengarten im Atrium können Besucher nun auch „Skulpturenspots“ wahrnehmen.

Trotz der aktuellen Dominanz männlicher Künstler auf der Messe wird ein Wandel deutlich: Bei den One-Artist-Shows stammt etwa ein Drittel der fast 60 künstlerischen Einzelpräsentationen von Frauen. Und nur noch wenige Galerien haben ein fast ausschließlich männliches Programm. Die Klassische Moderne wird in all ihren Facetten präsentiert: Vom Impressionismus über den Surrealismus bis hin zum Expressionismus sind Werke von Künstlern wie Max Liebermann, Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Marc Chagall in musealer Qualität vertreten. Die Kunst der Nachkriegszeit nimmt ebenfalls einen wichtigen Platz ein: Die Messe bietet einen umfassenden Überblick über die Kunst der 1950er und 60er Jahre, von weniger bekannten Informelpionieren bis zu den prominenten Vertretern der Zero-Gruppe.

Ein Hinweis für alle Zero-Liebhaber: Parallel zur „art Karlsruhe“ ist auch noch die Retrospektive zu Heinz Mack im ZKM sowie bei der EnBW zu sehen. Die Pop-Art, vertreten durch Künstler wie Andy Warhol und Tom Wesselmann, findet auf der Messe ebenso ihren Platz wie die Konkrete Kunst mit Josef Albers und Georg Karl Pfahler. Fotografie und Videokunst schließen den Bogen zur Karlsruher Kunstszene mit ihren Pop-up-Galerien und verschiedenen Projekträumen.

Nach dem Messebesuch lohnt sich somit ein Ausflug in die Stadt – auch zur Artini Bar (Mi-Sa, 21.-24.2., 17-24 Uhr, Kaiserstr. 120) oder zur „After art Party“ (Sa, 24.2., 22-6 Uhr, P8) mit den Berlinern Acid Pauli, Anna Schreit und Gastgeber Shahrokh Dini. -sab

22.2.-25.2., Do-Sa 11-19 Uhr, So 11-18 Uhr, Messe Karlsruhe, Rheinstetten
www.art-karlsruhe.de

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