Tim Bohlender & Nina Laaf

Kunst & Ausstellungen // Artikel vom 28.04.2023

Nina Laaf: EAT 2019, Porzellan, Leder, Kupfer, Lack, 120 x 40 x 55 cm, Foto: Lukas Giesler

Nach frisch beendeter Ausstellung bei Galerie Burster stellt Bildhauerin Nina Laaf zusammen mit Tim Bohlender, der 2022 den Preis der „KünstlerInnenmesse“ gewonnen hat, im Künstlerhaus aus.

Beide leben in Karlsruhe und haben an der hiesigen Kunstakademie studiert. Verbindend ist jedoch vor allem das feine Gefühl für Abstraktion, Farben und Formen. In grafisch-formaler Sprache, die keinesfalls kühl wirkt, setzen die kleinformatigen Arbeiten des Künstlers an der Wand fort, was Laaf im Raum fabriziert – oder andersherum. Die Malereien Bohlenders untersuchen die grundlegenden Bestandteile der Wahrnehmung, spielen mit Kreisen oder Linien oder gründen ihren Ausgangspunkt in Buchstaben oder Wörtern. Die scheinbar strikten Formen werden erweitert, variiert oder reduziert.

Wenn Bohlender seine Arbeiten als reliefartiges Objekt mehr in den Raum hineinwirken lässt, kommen ähnliche Materialien ins Spiel wie in den materialhybriden Skulpturen Laafs: Keramik, Stahl und viel Lack. In der Durchmischung von Materialien und Techniken, die der Künstlerin zu eigen ist, wird Metall gewickelt, als wäre es Papier, oder als Zeichenlinie durch den Raum geführt. Oder ein Hund unter eine Decke gepackt, mit Kupfer obendrauf. Die collagenartige Arbeitsweise entgrenzt sonst bekannte Materialien in ihrer Haptik und Stabilität und ergibt mal humorvolle, mal formal-klare Setzungen, die einem im Raum gegenüberstehen. Es sind schlüssige Verwandte, die unter dem Titel „Black Mint“ die Räume des BBK füllen. -sb

Vernissage: Fr, 28.4., 19 Uhr; Finissage: So, 21.5., 14-18 Uhr, BBK-Künstlerhaus, Karlsruhe

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Bitte rechnen Sie 6 plus 3.

WEITERE KUNST & DESIGN-ARTIKEL