Patrizia & Dieter Kränzlein

Kunst & Ausstellungen // Artikel vom 03.05.2023

Das Gelb eines Zitronenbonbons schlägt einem direkt entgegen, bei genauerem Hinsehen entpuppt sich die Oberfläche jedoch als rau – und steinhart.

Aus Muschelkalk oder Marmor gestaltet der international bekannte Bildhauer Dieter Kränzlein geometrische Grundformen, mal sanft gewölbte Ovale oder strenge Quader. Mit der Flex wird die Haut des Gesteins eingeschnitten, eine fast zeichenhafte Struktur entsteht. Durch die oft intensive Färbung der Arbeiten wird die Grenze zwischen Grafik und Objekt aufgefächert.

Auch Patrizia Kränzlein arbeitet mit abstrakten geometrischen Formen, geht den Schritt weiter aufs Papier. Meist in Schwarz-Weiß kombiniert sie Grafit und Linolfarbe und entlockt den klaren Flächen eine tiefe Räumlichkeit. Ihre Fotogramme arbeiten ebenso mit Helligkeit und Schatten, indem lichtempfindliches Papier partiell beleuchtet wird. Vater (geb. 1962) und Tochter (geb. 1987), die beide in Bietigheim-Bissingen leben und arbeiten, stellen zum ersten Mal gemeinsam in einer Museumsschau aus.

Neben Formaten wie einer Führung für Blinde und seheingeschränkte Menschen (Mi, 3.5., 15 Uhr) oder der „Känguruführung“ für Eltern mit Baby (Mo, 12.6., 15 Uhr) gibt es, wie schon im April mit Dieter, ein „Kaffee-Kränzlein“ mit Patrizia (Führung & Café, Fr, 16.6., 15 Uhr). Die beiden Kataloge zur Ausstellung „Farbe – Stein – Papier“ stellen das Vater-Tochter-Gespann gemeinsam am Do, 4.5. um 18 Uhr vor. -sb

bis 18.6., Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen

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