15. Architekturtage

Kunst & Design // Artikel vom 25.09.2015

„Architektur im Licht – Architectures en lumière“ lautet das Leitthema, unter dem die 15. trinationalen „Architekturtage“ vier Wochen lang Ausstellungen, Exkursionen, Podiumsdiskussionen und Symposien im gesamten Oberrheingebiet, in Deutschland, Frankreich und der Schweiz bündeln.

Licht, ob natürlich oder künstlich, verleiht Gebäuden oft erst ihren besonderen Charakter. Aber welchen Stellenwert genießt das Licht überhaupt in der Architektur? Wie beeinflusst es die Baukultur? Und wie spielen die Planer konkret mit Licht und Schatten? Diese und andere Fragen werden in mehr als 200 Veranstaltungen beantwortet; zwölf davon steuert Karlsruhe bei. Zuvorderst wird hier der bedeutendste baden-württembergische Architekturpreis – der alle drei Jahre vom BDA-Landesverband ausgelobte „Hugo-Häring-Preis“ (Fr, 9.10., 19 Uhr, Tollhaus) – verliehen.

Ein maßgeblicher Schauplatz der „Architekturtage“ sind die Räume des Architekturschaufensters, wo die Mini-Symposien „Tageslicht in der Architektur“ (Fr, 8.10.) sowie „Stadtutopien – Ideen und Realität“ (Do, 22.10., jeweils 18.30 Uhr) stattfinden; außerdem gezeigt werden die vom BDIA prämierten Arbeiten des „Deutschen Innenarchitektur Preises“ (Vernissage: Mo, 19.10., 19 Uhr, bis 26.10.) und die „Making Of“-Ausstellung zum „Karlsruher Atlas der Nachbarschaften“ (Mo-So, 19.-25.9.), der durch das „KA300“-Projekt „Stadtleuchten“ führt. Erhellendes versprechen außerdem „Stadtwelten – Heimat der Zukunft“ (Do, 15.10., 10-19 Uhr, ZKM), das Symposium des Forums für Kultur, Recht und Technik mit einem Vortrag des in Peking lebenden Karlsruher Architekten Ole Scheeren (17 Uhr), und die Tagung „Stadt und Garten“ (Do+Fr, 8.+9.10., 9 Uhr) im Torbogen des Botanischen Gartens, bei der auf den Spuren der 300-jährigen Geschichte Karlsruhes auch aktuelle Fragen der Stadt- und Landschaftsplanung diskutiert werden.

Begleitendes Kurbel-Kino gibt’s obendrein: Es laufen Peter Greenaways ironisch-satirischer Historienfilm „Der Kontrakt des Zeichners“ (Di, 13.10.) und „Play Time“ (Di, 20.10., jeweils 19 Uhr), Jacques Tatis cineastische Vision eines futuristisch anmutenden Paris, das ganz aus gleichartigen Glas-, Stahl- und Betonkonstruktionen besteht. Eröffnet werden die „Architekturtage“ vom britischen Architekten Richard Rogers, der am 25.9. im Straßburger Zénith einen simultan übersetzten Vortrag hält. Der Eintritt ist frei, eine Online-Anmeldung erforderlich. -pat

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