19. Architekturtage

Kunst & Design // Artikel vom 21.10.2019

Cache-cache Ville (Foto: Agathe Demois/Vincent Godeau)

Hin zu mehr Klimabewusstsein, hin zu grüneren Städten, hin zu einem nachhaltigeren Leben.

Die Assoziationen, die das Leitthema der „Architekturtage“ weckt, sind vielfältig. Immer im Herbst verbindet das Festival die Regionen links und rechts des Rheins: Über 200 Veranstaltungen widmen sich von Heidelberg und Mannheim bis nach Straßburg und Basel der Architektur. Geboten werden Ausstellungen und Vorträge, Kinoabende, Exkursionen und Führungen, Buchvorstellungen, Spaziergänge und Radtouren.

Buchstäblich grenzüberschreitend wird es etwa im Architekturschaufenster in Karlsruhe: Dort präsentiert eine Ausstellung den Entwurf für einen Neubau der deutsch-französischen Wasserschutzpolizeistation in Kehl, der 2020 am Rheinufer entsteht. Die Form des neuen Gebäudes wird von Schiffsarchitektur geprägt sein. Die Dienststelle der Wasserschutzpolizei ist europaweit einzigartig: Gearbeitet und patrouilliert wird grenzüberschreitend gemeinsam; hinzu kommen zahlreiche Vorträge und Führungen. Die Führung zur neuen dm-Zentrale ist ausgebucht!

In der Kinemathek läuft ein Ina-Weisse-Film zur Neuen Nationalgalerie in Berlin von Mies van der Rohe und das Centre Culturel zeigt mit „Cache-cache Ville“ eine interaktive multimediale Ausstellung (je So, 22.10.), während die Architekturfakultät am KIT Masterarbeiten ihrer Absolventen (21.-30.10.) präsentiert.

Ein besonderes Highlight ist der Schlussvortrag von „Pritzker-Preis“-Träger Eduardo Souto de Moura (Do, 31.10.) in Offenburg. Der portugiesische Architekt sucht in seinen Arbeiten nach Schlichtheit und interpretiert die traditionelle Baukultur seines Landes auf minimalistische Art. -sk

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