Action Painting

Kunst & Design // Artikel vom 10.03.2008

Kritiker sind manchmal sogar Namensgeber.

Als Harold Rosenberg, ein amerikanischer Kunstkritiker, den Maler Jackson Pollock beobachtete, wie dieser tänzerisch Farbe auf die am Boden liegende Leinwand tropfen ließ, prägte er einen Begriff."Action Painting". Und die Aktionsmalerei etablierte sich rasch.

Im Vordergrund stand dabei der Malprozess. Pollock war überzeugt, dass Kunst aus dem Unbewussten schöpft. Es gibt in seinen Bildern keinen geplanten Aufbau, vielmehr wird die Farbe grob gemalt, geschüttet, getropft oder auf die Leinwand gespritzt. 1912 geboren, studierte Jackson Pollock Malerei in Los Angeles, zog nach New York, hatte 1942 eine Einzelausstellung bei Peggy Guggenheim und entwickelte sich nur wenige Jahre später zum Hauptvertreter des "Action Painting".

Am 11. August 1956 starb Pollock bei einem Autounfall in New York. Die Fondation Beyeler, seit Januar unter Direktion von Samuel Keller (ehemaliger Leiter der art Basel und "Erfinder" der art Basel Miami Beach), widmet dem Phänomen der abstrakten gestischen Malerei eine große Sonderausstellung. Nach dem zweiten Weltkrieg wagten die Künstler damit einen Neuanfang: Sie konzentrierten sich auf die spontane Malgeste, in der sich die Persönlichkeit des Künstlers unmittelbar zeigen sollte.

Neben Arbeiten von Pollock begegnen dem Besucher in Riehen bei Basel auch Werke von Willem de Kooning, Sam Francis oder Roberto Matta. Die nachfolgende Künstlergeneration wird von Cy Twombly und Eva Hesse vertreten. Gezeigt werden 100 Werke von 27 Künstlern aus Europa, Amerika und Asien. -ub

Fondation Beyeler, Basel, "Action Painting", bis 12.5.
www.beyeler.com

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