Albert Hennig

Kunst & Design // Artikel vom 15.07.2020

Der Leipziger Künstler zählt zur Gruppe „Die verschollene Generation“. Er studierte u.a. bei Walter Peterhans, Ludwig Mies van der Rohe, Wassily Kandinsky und Paul Klee am Bauhaus in Dessau und Berlin und beschäftigte sich dort eingehend mit Fotografie.

Die Nazis zerstörten seine Fotos und verpflichteten ihn für mehr als zehn Jahre als Bauarbeiter. In den 1970ern ging Albert Hennig auf Distanz zur Kulturpolitik der DDR und kehrte wieder in seinen erlernten Beruf als Betonbauer zurück. In dieser Zeit widmete er sich der Malerei.

Erst spät, aber noch zu Lebzeiten, gelangte Hennig zu Ruhm und Ehre. Axel Demmer zeigt Aquarelle, Gouachen und Tempera des Bauhaus-Schülers. Die strenge Bauhaus-Formsprache ist Grundlage für ein bewegtes Spiel der Linien und Farben, das bei allen gegenständlichen Assoziationen im Abstrakten bleibt. -fd

bis 30.8., Galerie Axel Demmer, Karlsruhe

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