art Karlsruhe 2019

Kunst & Design // Artikel vom 21.02.2019

Den 50.000 erwarteten Messebesuchern präsentiert die „art Karlsruhe“ rund 200 internationale Galerien, die neben ihrem Künstlerprogramm rund 120 One-Artist-Shows zeigen.

Eine immer sehr inspirierende Gesamtschau, die Kurator Ewald Schrade hier anrührt. Vier Themenbereiche in den vier Hallen weisen den Weg von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwartskunst, flankiert von einem vielseitigen Rahmenprogramm und den Sonderschauen Druckgrafik, die kuratiert ist, sowie der „Sammlung Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945“ (Foto rechts). Zahlreiche Skulpturenplätze und implementierte Cafés laden zum Verweilen ein. Monica Bonvicini ist die Hans-Platschek-Preisträgerin 2019, auch der mit 20.000 Euro dotierte Loth-Skulpturenpreis für Künstler wie Galerie wird erneut vergeben. Wie immer sind die vier Hallen in Themenbereiche gegliedert.

Die Halle 1 widmet sich der Editionskunst. Hier sind die künstlerische Fotografie sowie ein starker Auftritt der Druckgrafik auf rund 200 Quadratmetern zu finden. In den Messekojen zeigen Galerien wie Klüser (München), Eduard Planting Gallery (Amsterdam) oder Heike Schumacher (Überlingen) und Monika Wertheimer (Oberwil) Arbeiten von internationalen Künstlern wie Tony Cragg, Sean Scully oder auch Cindy Sherman.

In der Halle 2 finden sich Moderne Klassik mit Arbeiten nach 1945 und die Gegenwartskunst. Über 70 Aussteller wie Galeria Cortina (Barcelona), Gimpel & Müller (Paris), die Galerien König und Nothelfer (Berlin) oder Eikelmann (Düsseldorf) zeigen vom Informel über die Zero-Bewegung und Pop-Art bis zur konkreten Kunst ein breites Spektrum etablierter Gegenwartskunst.

Halle 3 fokussiert sich auf die Klassische Moderne mit Expressionismus, Kubismus, Surrealismus und Konstruktivismus. Vom deutschen Expressionismus, wie ihn die Galerien Ludorff (Düsseldorf), Thole Rotermund (Hamburg) oder Schwarzer (Düsseldorf) vertreten, bis zur internationalen Abstraktion à la Calder, Chillida, Corbusier, Feininger oder Picasso – die Pioniere ihrer Stilrichtungen sind in einer Vielzahl anzutreffen. Die ausstellenden Galerien, darunter Gilden’s Art (London), Koch-Westenhoff (Lübeck), Schlichtenmaier (Grafenau/Stuttgart) oder Fenna Wehlau (München), zeigen ein hochkarätiges Programm.

In Halle 4, der dm-Arena, ist unter dem Motto „Contemporary Art 21“ wieder eine hohe Konzentration jüngster Kunst aus aller Welt zu entdecken. Neben bereits bekannten Galerien wie Martina Kaiser (Köln) und Marek Kralewski (Freiburg) sind u.a. die Cube Gallery (London), Goodwin Gallery (Hamburg), die Meno Nisa Galerija (Vilnius), Alexander Ochs (Berlin) oder Klinger & Me (Karlsruhe) neu dabei. -rw

Do-So, 21.-24.2., tgl. 11-19 Uhr, Messe Karlsruhe, Rheinstetten
www.art-karlsruhe.de

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