art Karlsruhe 2020

Kunst & Design // Artikel vom 12.02.2020

art Karlsruhe (Foto: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner)

Die „art Karlsruhe“ hat sich seit ihrer ersten Ausgabe 2004 als feste Größe im internationalen Messegeschehen etabliert, die das „Sammlerland Baden-Württemberg“ jährlich repräsentiert und einlädt.

Im November gaben Kurator Ewald Karl Schrade und Messechefin Britta Wirtz die für die „art“ 2020 ausgewählten über 200 Galerien aus 15 Ländern bekannt. Unter den vielen national und international renommierten Teilnehmern sind 40 zum ersten mal in Karlsruhe dabei. Im Zusammenspiel bieten sie einen breiten Blick über 120 Jahre Kunstgeschichte, von der Klassischen Moderne über die Nachkriegskunst bis zur Gegenwart. Die diesjährige Sonderausstellung widmet sich der „Einstiegsdroge“ vieler SammlerInnen: der Druckgrafik. Ihr serieller Charakter und die preisliche Erschwinglichkeit lässt viele Sammlerkarrieren mit einer Lithografie oder Aquatinta, einem Siebdruck oder Holzschnitt beginnen.

Die Ausstellung speist sich aus der Sammlung der HPH Stiftung. Hinter dem Kürzel steckt Hans-Peter Haas, der „Künstler unter den Druckern“, wie Heinz Mack einst formulierte. In über sechs Jahrzehnten arbeitete Haas mit einem Who-is-who der internationalen Kunstszene zusammen, fertigte Siebdrucke für Salvador Dalí, Niki de Saint Phalle oder Max Ernst an und ist bis heute noch als Präzisionsdrucker aktiv. Mit scharfem Blick sammelte er quer durch die Kunstgeschichte und zeigt rund 100 Stücke aus seiner Kollektion in der Messehalle 1, darunter Arbeiten von Max Ackermann und Victor Vasarely.

Diese treten in Dialog mit den kuratierten Druckgrafikenteilnehmender Galerien, u.a. der Art Edition Fils (Düsseldorf), der Galerie Jeanne (München) oder von Premium Modern Art aus Heilbronn. In den Messehallen 2 und 3 präsentiert sich das Gros der Galerien. Spezialisiert auf die Klassische Moderne sind u.a. die Galerien Cortina (Barcelona), Gilden’s Art (London), Eggerbauer (Köln), Luzán (Berlin), Thole Rotermund (Hamburg), Dr. Michael Nöth (Ansbach) und Malte Uekermann (Berlin).

Bis zur Gegenwartskunst erstreckt sich der Fundus der Galerien Ludorff, Schwarzer (je Düsseldorf), Die Galerie (Frankfurt) und der Neuzugänge WOS (Pfäffikon, Schweiz), Braun-Falco (München), GAD Collection (Paris), Proarta (Zürich) und Hegau-Bodensee-Galerie (Singen). Als Experten für die Nachkriegskunst von Informel bis Zero sind u.a. die Galerien Georg Nothelfer (Berlin), Behning & Niehues (Sylt), König und Alexander Ochs (je Berlin) vertreten.

Halle 4 gehört der Kunst, die frisch aus dem Atelier stammt. Neben den „art“-Besuchern wohlbekannten Galerien wie Heissingart (Berlin/Lübeck), Klinger (Karlsruhe/Radeberg), Marek Kralewski (Freiburg), Christian Marx (Düsseldorf) und Meno Parkas (Kaunas, Litauen) begrüßt die Messe auch hier einige Neuzugänge wie die niederländische Etienne Gallery (Oisterwijk), die Galeria Roy (Felanitx, Spanien) und den Contemporary Art Space – The View aus dem schweizerischen Salenstein. Die Ulmer Galerie Tobias Schrade bespielt den Skulpturenplatz der Halle. Als Karlsruher Vertreter sind die Galerien Spektrum, Artpark, Knecht und Burster, Meyer Riegger und die Neue Kunst Gallery dabei. -fd

Mi-So, 12.-16.2., Messe Karlsruhe, Rheinstetten
www.art-karlsruhe.de

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