Aus „jüdischem Vermögen“

Kunst & Design // Artikel vom 07.06.2016

In den ersten Jahren des NS-Regimes war es wohlhabenden jüdischen Mitbürgern noch möglich, sich durch Veräußerung von Teilen ihres Vermögens ihre Ausreise zu erkaufen.

In diesem Zusammenhang kamen Grafiken aus der Sammlung des damals in Badenweiler ansässigen Arztes Hermann Haymann an die Kunsthalle Karlsruhe, von denen die meisten nach der Ratifizierung des Washingtoner Abkommens 1999 restituiert wurden.

Die in der Kunsthalle präsentierte Ausstellung zeigt Blätter, die jetzt im Zuge der Provenienzforschung hätten zurückgegeben werden können, worauf die mittlerweile 97-jährige Erbin Haymanns aber verzichtete. Mit Unterstützung des Zentralfonds erwarb die Kunsthalle die Blätter, zu denen Grafiken von Max Beckmann, Otto Dix, Lionel Feininger und Käthe Kollwitz gehören. Parallel dazu ist in der Jungen Kunsthalle noch mit „Formlos“ Kunst der ersten Nachkriegszeit zu sehen. -ChG

Haymann: bis 3.7., Kunsthalle; Formlos: bis 14.8., Junge Kunsthalle Karlsruhe

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 2 und 3.

WEITERE KUNST & DESIGN-ARTIKEL





Kunst & Design // Artikel vom 10.09.2021

Über 60 KünstlerInnen präsentiert „Durlach Art“ im historischen Altstadt-Ambiente bei seiner zweiten Auflage.





Kunst & Design // Artikel vom 31.07.2021

Die als Reihe angelegte neue Open-Air-Aktion verwandelt den Garten vor dem Baden-Badener Kurhaus mit einem Jahr Pandemieverspätung in einen kostenlosen Kunstparcours.





Kunst & Design // Artikel vom 31.07.2021

Im Sommer startet mit „Kunst findet Stadt“ eine neue Kunstaktion im Baden-Badener Kurgarten.





Kunst & Design // Artikel vom 30.07.2021

Als Ausgleich zum durch die Betreiber der Litfaßsäulen verschuldeten verspäteten Start wird die erste Achteintel-Ausstellung verlängert.