Ausblick: Kunsthalle Karlsruhe 2021

Kunst & Design // Artikel vom 23.02.2021

In der Kunsthalle wartet die bereits vollständig eingerichtete Ausstellung „François Boucher. Künstler des Rokoko“ auf ihre ersten BesucherInnen.

François Boucher. Künstler des Rokoko

Als erstes Highlight des Ausstellungsjahres präsentiert die Kunsthalle François Boucher, dessen Kunst als Inbegriff des französischen Rokoko gilt. Seine Kompositionen dienten als Vorlagen für Bühnendekorationen, Tapisserien, Möbel und Porzellane und prägten so den Geschmack der Zeit. Erstmals in Deutschland wird dem einflussreichen Künstler und bevorzugten Maler der Madame de Pompadour damit eine monografische Ausstellung gewidmet. Trotz der momentanen Schließung kann die Ausstellung bereits ausgiebig online entdeckt werden.
www.kunsthalle-karlsruhe.de/ausstellung/francois-boucher

Volle Kanne Kunst

Das Künstlerteam „Das Änderungsatelier“ zeigt in der Jungen Kunsthalle ebenfalls voraussichtlich bis zum 5.4. eine außergewöhnliche Installation rund um die Gießkanne, die Kinder, Jugendliche und Familien zu einer vergnüglichen und zugleich schrägen Entdeckungstour einlädt. Während im Erdgeschoss und Treppenhaus der JuKu das lustige Treiben der Gießkannen verfolgt werden kann, gibt es im Obergeschoss Raum für die eigene Kreativität der jungen Besucher.
www.kunsthalle-karlsruhe.de/ausstellung/volle-kanne-kunst

Inventing Nature. Pflanzen in der Kunst

2021 wollte die Kunsthalle ihr 175-jähriges Bestehen feiern. Statt großer Feierlichkeiten, wird endlich das Ausstellungshighlight „Inventing Nature“ nachgeholt. Die für das Frühjahr 2020 geplante Schau wurde aufgrund der Pandemie verschoben und soll das große Finale vor der umbaubedingten Schließzeit voraussichtlich ab 17.7. bilden. Werke aus über 500 Jahren Kunstgeschichte vom Spätmittalter bis in die Gegenwart führen in dialogischen Konstellationen den Wandel unserer Bilder und unseres Verständnisses von „grüner“ Natur vor Augen: Von Paradiesvorstellungen, Wildnisdarstellungen bis zu Gartenbildern und botanischen Studien, von Nachahmungen natürlicher Prozesse bis zur Dokumentation von Wachstums- und Verfallsprozessen reicht das Spektrum der Auseinandersetzung.
www.kunsthalle-karlsruhe.de/ausstellung/inventing-nature

Iss mich! – Obst und Gemüse in der Kunst

Das Team der Kunstvermittlung präsentiert ebenfalls voraussichtlich ab 17.7. die Ausstellung „Iss mich! – Obst und Gemüse in der Kunst“. Zu sehen sind Kunstwerke mit köstlichen Früchten, saftigem Obst und knackigem Gemüse – eine visuelle Gaumenfreude. Neben dem ästhetischen Genuss der Gemälde und Objekte sollen diese auch zum Nachdenken anregen: Woher kommen unsere Erdbeeren? Wie viel Wasser verbraucht der Anbau von Avocados? Welchen ökologischen Fußabdruck hinterlässt gesunde Ernährung? Ob gemalt, gezeichnet, gehäkelt oder im Film: Die künstlerischen Darstellungsformen sind mindestens so vielfältig wie das Obst und Gemüse selbst. Die Werkstätten der Jungen Kunsthalle werden dazu einladen, das Gesehene in unterschiedlichen Techniken zu erproben. „Iss mich!“ findet parallel zu „Inventing Nature“ statt und wird im Hauptgebäude der Kunsthalle gezeigt.
www.kunsthalle-karlsruhe.de/ausstellung/iss-mich

175 Jahre Kunsthalle & Interimspräsentation

Am 1.5.1846 wurde die Kunsthalle Karlsruhe mit dem Gebäude von Heinrich Hübsch eröffnet. Bis heute ist es in großen Teilen seiner originalen Substanz erhalten und gehört damit zu den ältesten Museumsbauten in Deutschland. Das Jubiläumsjahr 2021 markiert die Schnittstelle zwischen Vergangenheit und Zukunft, denn die Kunsthalle verändert sich: Sie geht in eine mehrjährige Schließzeit, um sich dann neu und zeitgemäß zu präsentieren – von der Barrierefreiheit, einer verbesserten räumlichen Orientierung bis zur Erneuerung der technischen Infrastruktur. Zudem wird sich nach Abschluss der Sanierungsarbeiten die eindrucksvolle Sammlung in völlig neuem Glanz präsentieren. Vorher ist die Kunsthalle im ZKM mit einem Interimsstandort zu Gast und präsentiert dort voraussichtlich von 2022 bis 24 ausgewählte Werke ihrer Sammlung. -ps/pat

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