Baummark II

Kunst & Design // Artikel vom 03.05.2018

„Baummark II“ heißt eine Arbeit des Bildhauers Horst Egon Kalinowski, der lange an der Karlsruher Akademie lehrte.

Baum-Mark? Die Großplastik besteht aus zwei Wachstumsphasen: Zuerst wurde sie 1979 im Botanischen Garten aufgestellt und bestand aus zwei aufgetürmten Baumstümpfen und dem „Mark“ aus Bronze, das aus dem oberen der beiden Holzteile hervorquoll. Nachdem das Holz verrottet war, ergänzte der Künstler die zerfallenen Teile aus Metall. Der absterbende, der abgestorbene Baum beide sind Motive mit enormer Symbolik. Von der Natur bleibt ein vom Menschen geschaffenes Abbild, das lebensspendende Mark ist gar von Beginn aus Metall.

Mit Blick auf die Entstehungszeit der Plastik eröffnen sich vielfältige Verweisungszusammenhänge, Stichwort: Ölkrise und Waldsterben. Diese Themen beschäftigten auch Kalinowski, der sein „Baummark II“, eine von insgesamt drei Plastiken zum Thema, auch als „Denkmal für einen gefällten Baum“ verstand. Seit 1998 steht es als Dauerleihgabe des Landes im ersten Innenhof des EnBW-Sitzes. Das 20. Jubiläum der Übergabe des Werks begeht die EnBW mit einer Ausstellung, welche die komplexe Entstehungsgeschichte nachzeichnet und ins Werk von Kalinowski einordnet, das vom Experiment mit natürlichen Materialien, Leder, Holz und Metall geprägt ist. -sk

Eröffnung: Do, 3.5., 18 Uhr; 4.5.-6.7., Mo-Fr 10-18 Uhr, EnBW, Karlsruhe

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