Bio-Medien & The Artwork As A Living System

Kunst & Design // Artikel vom 31.07.2022

Reiner Maria Matysik – „radiolarienübung“, 2020

Wann wird ein Medium lebendig?

Wann hat Kunst lebensähnliche Eigenschaften? Diesen Fragen gehen zwei Ausstellungen im ZKM nach, das seit einiger Zeit mit seinen biophilen Ausstellungen auf aktuelle Diskurse rund um Technologie, Lebensformen und Nachhaltigkeit aufmerksam macht.

Die Ausstellung „Bio-Medien“ erforscht sogenannte künstliche Agents, also nichtmenschliche oder nichtorganische Akteure – das können Algorithmen, computersimulierte Systeme oder Roboter sein, die sich lebensähnlich verhalten und Eigenschaften wie Schwarmintelligenz und Selbsterhaltung aufweisen. In Zukunft wird unser Leben zunehmend von solchen Agents geprägt sein. Die Frage, wie wir uns ihnen gegenüber verhalten wollen, taucht am Horizont auf und wird in „Bio-Medien“ künstlerisch verhandelt. Das Verhältnis menschlicher Sinnesorgane zu computersimulierten Bildwelten erforscht das KünstlerInnenduo Christa Sommerer und Laurent Mignonneau bereits seit rund 30 Jahren und nimmt damit eine Pionierstellung ein.

Die Retrospektive „The Artwork As A Living System“ zeigt 14 Installationen, in denen das Publikum künstliche Systeme aktiviert, die sich dann wie natürliche Organismen verhalten. Sommerer und Mignonneau haben Klassiker der digitalen Kunst geschaffen und vereinen technische Expertise mit künstlerischer Verspieltheit. -fd

Bio-Medien: bis 28.8., ZKM-Lichthof 8+9; The Artwork As A Living System: bis 31.7., ZKM-Lichthof 1+2, Karlsruhe

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