Blickkontakt

Kunst & Design // Artikel vom 28.07.2018

Das Abbild einer Person festhalten – was heute mit einem schnellen Klick auf dem Smartphone gemacht ist, hat eine lange Tradition in der Geschichte der Malerei.

Die Ausstellung „Blickkontakt“ in der Städtischen Galerie gehört zur Reihe der Sammlungspräsentationen und widmet sich der Porträtkunst in Malerei und Grafik. Die Ausstellung beginnt mit der Zeit ab 1850, die auch den Beginn der Sammlung der Städtischen Galerie markiert und vergleicht bürgerliche und höfische Porträts und thematisiert die Wirklichkeitsnähe der Abbilder. In einer chronologischen Hängung ist zu sehen, wie vielfältig die Sammlung über einen Zeitraum von circa 150 Jahren mit sehr unterschiedlichen Malstilen und -techniken in den Gemälden aufgebaut wurde.

Aus dieser abwechslungsreichen Präsentation werden einzelne Werke ausgewählt, die markante Zeitzeugnisse sind oder Wendepunkte in der stets lebendigen Gattung des Porträts aufzeigen. Vom naturalistsch gemalten Porträt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts über neusachliche oder spätimpressionistische Tendenzen in den 1920er Jahren bis zu den Diskussionen eines neuen Menschenbildes nach dem Zweiten Weltkrieg zeigt die Ausstellung einen Querschnitt durch die vielgestaltige Veränderung des Genres. Die Präsentation ermöglicht so einen Blick in die deutsche Kunstgeschichte sowie die Kunst in Karlsruhe und lädt ein, Gesichter einer anderen Zeit zu erkunden. -hju

ab 28.7., bis 4.11., Städtische Galerie Karlsruhe

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