Concerning Concrete Poetry

Kunst & Design // Artikel vom 31.03.2016

Konkrete Poesie – das wird landläufig mit der Stuttgarter Gruppe rund um Max Bense verbunden, während die Wortschöpfung auf Theo van Doesburgs Konkrete Kunst und Eugen Gomringers Vorschlag, entsprechende Dichtung so zu betiteln, zurückgeht.

Die Konkrete Poesie war aber gleichzeitig – und das zeigt die Schau im Kunstverein eindrücklich – eine europäische Bewegung mit internationalen Verflechtungen, auch wenn gelegentlich der Eindruck entsteht, dass die Künstler selbst lieber im Verborgenen miteinander in Kontakt traten, als diesen in den Vordergrund zu stellen.

Letztlich ging es ihnen um eines: die Kunst. Wie befruchtend der Austausch war, wird bei den vielen Artefakten im Kunstverein außerordentlich deutlich; die Schau lässt damit – nach den großen Ausstellungen zu Ginsbergh und Bremer im ZKM – die 60er Jahre neuerlich aufleben unter einem ganz spezifischen Aspekt. Das Festival „Manifestos, Archives and Collections“ läuft am Do, 31.3. ab 18 Uhr und Fr, 1.4. ab 17 Uhr. Parallel dazu wird im Lichthof Hannah Weinberger mit „You’ll Be There When I’ll Be Near“ gezeigt. -ChG

Das Programm

Do, 31.3.
18 Uhr: Vortrag von Stephen Bann „Concrete Poetry: Multimedia Or Concrete Art?“
19 Uhr: Vortrag von William Cobbing „Excavating The Archive“
20 Uhr: Gesprächsrunde mit Stephen Bann und William Cobbing, moderiert von Andrew Hunt (Kurator der Ausstellung „Concerning Concrete Poetry“)

Fr, 1.4.
17 Uhr: Vortrag von Bronac Ferran „Emptying Out The Concrete“
18 Uhr: Vortrag von Greg Thomas „Concrete Gestures: Ian Hamilton Finlay’s Battles“
19 Uhr: Gesprächsrunde mit Bronac Ferran und Greg Thomas, moderiert von Andrew Hunt

bis 3.4., Festival: Do, 31.3., 18 Uhr u. Fr, 1.4., 17 Uhr, Badischer Kunstverein, Karlsruhe

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