Das Lied der Dinge

Kunst & Design // Artikel vom 30.06.2018

Seit der griechischen Antike ist das Stillleben als Sujet in der abendländischen Kunst präsent.

Seit dem 17. Jahrhundert gleichberechtigt an der Seite von Historien- und Porträtmalerei. Vordergründiges Thema des Stilllebens ist die unbewegte Natur: Früchte und Interieurs, Blumen und Bücher oder Gefäße, hinter denen sich häufig eine tiefere Aussage verbirgt, wie Vergänglichkeit, Schönheit, Eitelkeit und Lebensfreude. Jedem sind wohl die opulenten Stillleben des niederländischen Barocks ein Begriff mit ihren fragilen Glasgefäßen und üppigen Blumenarrangements. Doch auch die Kunst der letzten 70 Jahre hat sich mit dem Motiv auseinandergesetzt, auch wenn die Lebensumstände nun völlig andere sind.

Die Ausstellung beleuchtet die Rezeption des Stilllebens, die Auseinandersetzung mit dem Alltäglichen zwischen Figürlichkeit und Abstraktion, zwischen Blumenbouquet und unaufgeräumtem Schreibtisch. Wie im Museum Hurrle gewohnt, ist dies eine üppig bestückte Schau, in der berühmte Namen wie Antes, George Braque, Corinth, Lüpertz oder Ernst Ludwig Kirchner neben zeitgenössischen Künstlern stehen, wie etwas Jürgen Brodwolf. Diesem ist noch bis 8.7. eine Einzelschau in der Reihe „Profile am Oberrhein“ gewidmet, gefolgt von einer Doppelausstellung mit Guido Kuczierz und Voré ab 19.7. -rw

Eröffnung: Sa, 30.6., bis 4.11.2018, Museum für aktuelle Kunst Sammlung Hurrle, Durbach

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