Die Bilder der Brüder

Kunst & Design // Artikel vom 15.07.2020

Installationsansicht, Karl Hofer, Frauenportrait, 1944; Wandmalerei Carl Ostendarp, VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Die sonst so klassisch-weiße Schlichtheit des Burda-Museums weicht der Macht der Farben.

Der US-amerikanische Künstler Carl Ostendarp hat die Ausstellung „Die Bilder der Brüder“ in ein bestechendes Farbgewand gekleidet. Dies ist nicht nur Selbstzweck – die Wandmalereien fungieren als schlaues Farbkodierungssystem und lassen die Werke der drei Sammlungen entlang imaginärer Lebenslinien im geordneten Fluss erscheinen. Spielerisch schwingen die nicht minder farbstarken, expressionistischen Gemälde von Gabriele Münter oder Ernst Ludwig Kirchner entlang der Amplitudenlinien.

Franz, Frieder und Hubert Burda erbten ihre Freude an der Kunst und am Sammeln von ihren Eltern und emanzipierten sich zugleich von deren Erbe, in der Entwicklung einer eigenen Handschrift. „Die Bilder der Brüder“ wurde noch zu Lebzeiten von Frieder Burda geplant und war dessen lang gehegter Wunsch. Ein Highlight ist sicher Andy Warhols (den der Burda-Verlag einst als Berater für die „Bunte“ konsultierte) Porträt des Geschwistertrios. -fd

bis 4.10., Museum Frieder Burda, Baden-Baden

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