Durlach flimmert

Kunst & Design // Artikel vom 16.06.2018

Noch bevor die Karlsruher Kinos nach dem Zweiten Weltkrieg Projektoren in Gang setzten, nahmen die Kammer-Lichtspiele im Juli 1945 als erstes Durlacher Filmtheater den Spielbetrieb wieder auf.

Roxy, Skala und Co. boten im entbehrungsreichen Alltag der Nachkriegszeit willkommenen Raum für Begegnung, Ablenkung und Unterhaltung. Die das Filmvergnügen ins Wohnzimmer holende später flächendeckende Verbreitung des Fernsehens stürzte die Kinokultur jedoch schon Ende der 50er in eine erste Krise. Dem Besucherrückgang, der nach und nach zur Schließung aller vier Durlacher Kinos führte, begegneten die Besitzer mit abwechslungsreichen Film- und Erlebnisangeboten.

Die Sonderausstellung „Durlach flimmert. Kino, Film, Vergnügen 1945-1980“ zeigt, was davon übriggeblieben ist, überliefert in historischen Dokumenten und Erzählungen, die der aus Karlsruhe stammende Hamburger Regisseur Philipp Hartmann mit Interviews filmisch dokumentiert hat. -pat

Sa, 16.6.-16.12., Pfinzgaumuseum, Karlsruhe

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