Echt unecht?!

Kunst & Design // Artikel vom 21.05.2017

Nachdem einleitend ins Jubiläumsjahr im Stadtmuseum auf die Entstehung der Uhren- und Schmuckindustrie in den drei Manufakturstädten Hanau, Pforzheim und Schwäbisch Gmünd fokussiert worden war, verengt sich nun der Blick auf die Traditionsindustrie Pforzheims.

„Echt unecht?!“, kuratiert von unserer Kunst-Redakteurin Chris Gerbing, zeigt, dass Schmuck, Tafelgerät und Taschengebrauchsartikel „made in Pforzheim“ Masse mit Klasse sind, dass unecht in Pforzheim nicht mit billig, sondern mit innovativem Denken gleichzusetzen ist.

Pforzheimer Produkte zeichneten sich durch serielle Herstellung, den Einsatz von Maschinen und die damit verbundene massenhafte Produktion aus, wobei aber neue Erfindungen zum Einsatz kamen, so dass Imitat und Echtschmuck auch auf den zweiten Blick oft nicht zu unterscheiden sind.

Manchmal lassen sich die Unterschiede nur unter dem Mikroskop oder beim Wiegen erkennen. Zwar beförderte die Masse und vor allem der Preis die Demokratisierung des Schmucks, mit dem Modeschmuck unserer Zeit haben die Schmuckstücke aber nichts gemein.

Eröffnung: So, 21.5., 11.30 Uhr, Martinskirche, bis 10.9., Stadtmuseum im Alten Schulhaus, Pforzheim

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