Frühe Videokunst aus den USA

Kunst & Design // Artikel vom 30.06.2017

Die Ausstellung „Radical Software. The Raindance Foundation, Media Ecology and Video Art“ präsentiert die frühe amerikanische Videokunst, die die erste Vision einer vernetzten Welt des freien Informationsflusses formulierte.

Mitglieder der 1969 gegründeten „Raindance Corporation“, die 1971 in „Raindance Foundation“ umbenannt wurde, verfolgten neben künstlerischen Interessen vor allem das Ziel, das Monopol des staatlichen Fernsehens in Frage zu stellen und eine mediale Gegenöffentlichkeit zu schaffen.

Die Einführung von Kabelfernsehnetzen und tragbaren Videorekordern begründete die Möglichkeit für alternative Produktionen abseits der TV-Industrie. Im Kontext der amerikanischen Counterculture der 68er-Bewegung und inspiriert von der Medientheorie Marshall McLuhans erprobten die Raindance-Mitglieder in ihren Arbeiten das utopische, gesellschaftskritische, partizipatorische und emanzipatorische Potenzial des neu verfügbaren Mediums Video. -ps

Eröffnung: Fr, 30.6., 19 Uhr, bis 28.1.2018, ZKM, Karlsruhe

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