Galerientag Karlsruhe 2018

Kunst & Design // Artikel vom 13.01.2018

Sieben Galerien als Hauptveranstalter, dazu sehr viele Gäste wie Produzentengalerien oder Offspaces.

Die Galerienszene der Stadt ist im Wandel. Nicht dabei ist Meyer Riegger, obwohl die hiesige Galerie eben erst aufwendig saniert wiedereröffnet wurde: Die international orientierten Galeristen mit Berliner Dependance funktionierten ihr Bilderdepot kurzerhand zum Hauptausstellungssraum um. Die Galerie Knecht und Burster zeigt zum Galerientag Achim Däschners Wandobjekte und Skulpturen).

Der Alchemist unter den Bildhauern nutzt für seine Skulpturen unedle Stoffe – vornehmlich Beton – und verwandelt sie in ungewohnte Formen. So entstehen Objekte, die mit dem Material spielen, mal rau, mal glatt, in verschiedenen Farbnuancen und oftmals ganz materialuntypisch leicht. In Kombination mit einfachen Werkstoffen wie zum Filz, Wachs, Papier oder Holz kreiert er eigenwillige ästhetische Wirkungen mit dem Ziel, durch konsequente Reduktion das Material der Objekte selbst sprechen zu lassen (bis 17.2.). Die Galerie Schrade eröffnet zum Galerientag eine Einzelausstellung zu Walter Stöhrer (bis 10.3.).

Weitere Gäste sind der Kunstraum Neureut und die Gedok, der Kunstverein, Circus 3000, Die Neue Fledermaus, Projektraum Rochade, V8, größerNull, die Anstoß e.V., Studio Nordbecken, der Schrifthof, projektraum y-acht Yorkstraße 8 und Luis Leu. Und der Showroom Schmitt: „Homeland“ heißt die Ausstellung mit fünf Karlsruher Künstlern, die den heutigen Kunst- und Kulturbetrieb thematisiert; wie in den Arbeiten von Dieter Paul. Die ungegenständlichen Zeichenwelten von Irek Tybel und Adrian Peters und die reduzierten Landschaftsgemälde von Belarmino Barros vereinen hingegen eine visuelle Wahrnehmung, die noch vor dem Verstehen kultureller Codierungen mit dem Betrachter kommuniziert. Dementgegen formulieren Matthias Schleifers tableau-vivant-Fotografien ihre Botschaft meist über den Künstler selbst, als Protagonisten (Eröffnung: 13.1., 20 Uhr, bis 17.1. n.V. unter Tel.: 0157/32 50 47 19, Showroom Schmitt, Luisenstr. 44).

„Im Hinterzimmer“ heißt der Arbeits- und Projektraum der fünf jungen Künstler Christian Falkner, Simon Häske, Kathrin Hess, Aleschija Seibt und Sara Wahl. Sie präsentieren die Ausstellung „Panoptikum“ von Bernhard Lochmann mit Beteiligungen von Elisabeth Schmirl und Stefan Heizinger. Der Salzburger Künstler zeigt eine Serie von Collagen, Bildgeschichten, die auf grotesken Situationen aufbauen oder groteske Stimmungen durch Assoziationen und Verzerrung erzeugen. Seine Lithografien sind Streiflichter gegen die Zeit: Lebendig wirkende Büsten, gefangen in ihrer Bewegungsunfähigkeit, bevölkern viele Bilder.

Füße, oft mit Holzklötzen unter den Sohlen, sieht man häufig; manche der wiederkehrenden Motive entwickeln sich ständig weiter; so wurden aus einfachen Holzbalken allmählich Galgenmotive, aus denen wiederum Wegweiser entstanden. Die Eröffnung ist bereits am Fr, 12.1. um 19 Uhr, geöffnet ist am Sa, 13.1. (Galerientag) von 15 bis 21 Uhr, am So, 14.1. von 12 bis 18 Uhr. -hju/rw

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