Gewächse der Seele

Kunst & Design // Artikel vom 31.03.2019

Pflanzen hatten in der Malerei immer schon einen besonderen Platz.

Im Mittelalter hatten sie vor allem symbolische Funktion, zeigten die Heiligkeit und die Bedeutung der dargestellten Personen. Später haben sie auch immer wieder die Fantasien der Maler angeregt, vor allem in der Moderne waren sie wieder oft Symbole, aber in anderer Form. Das Wilhelm-Hack-Museum nähert sich mit vielen Partnern der Region dieser „Gewächse der Seele“ (so der Titel) in vielfacher Form und Bedeutung.

Mit Ausstellungen, Installationen, Performance-, Tanz- und Theaterproduktionen greifen sie auf Symbolisten und Surrealisten zurück, aber auch auf Werke der Outsider Art. Darunter versteht man Kunst, die jenseits des Kunstmarkts und der Kunstgeschichte von Menschen mit psychischer Erkrankung oder als Teil einer spirituellen Praxis entsteht. Gerade mit ihrer besonderen Ursprünglichkeit strahlen diese Werke aber auch auf besondere Art und geben dem Betrachter einen speziellen, oft ganz persönlichen Zugang.

In der umfassenden Ausstellung werden Werke von berühmten Malern wie Max Ernst, Paul Klee, Séraphine Louis, Odilon Redon den weniger bekannten wie Mikalojus Konstantinas Čiurlionis, William Degouve de Nuncques, Barbara Honywood, Hilma af Klint, František Kupka gegenübergestellt; einige davon kommen aus der Sammlung Prinzhorn. Mit der Ausstellung hinterfragt die Schau auch die Abgrenzung von etablierter Kunst und Outsider Art und unterstreicht die fließenden Übergänge der Kunstformen. -gepa

Eröffnung: So, 31.3., 11 Uhr, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen, mit anschließendem Shuttle-Service zu allen beteiligten Häusern, bis 4.8.; Bild und Blick – Sehen in der Moderne: bis 7.7.; Visuelles Spiel: bis 31.3.; Julian Irlinger „Fragments Of A Crisis“: bis 28.4.; Heimo Zobernig: 13.4.-7.7.

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